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Google: Mit Schmuck gegen Hacker

So kennen wir den USB-Stick - kommt er bald als Schmuck daher? - Foto von: © Nomad_Soul - Fotolia.com

So kennen wir den USB-Stick - kommt er bald als Schmuck daher? - Foto von: © Nomad_Soul - Fotolia.com

Neues vom Suchmaschinengiganten Google: Mit USB-Schmuck will der US-amerikanische Konzern künftig Hackern und Cyberkriminellen die Arbeit schwerer machen. Der Internetriese soll an einem Fingerring arbeiten, der via USB mit einem Computer oder Tablet verbunden werden kann.

Ist der Passwortdschungel bald vorbei?

Jeder Internetnutzer kennt das Problem: Ob beim Online-Banking, Email-Account oder der eigenen Facebook-Seite, überall braucht es ein Passwort und am besten auch noch unterschiedliche und möglichst komplexe. Doch selbst diese Sicherheitsmechanismen reichen Google noch nicht aus. Um sich künftig nicht mehr schwer zu merkende Passwörter einprügeln zu müssen, arbeitet der Konzern mit Sitz in Kalifornien an einer Hardwarelösung. Diese soll laut Googles Angaben sicherer als die gängige Lösung beim Mobile Banking sein. Diese besteht aus einem zweiteiligen Kennwortsystem und einer zufällig erstellten, nur einmal gültigen Code-Nummer.

Das mobile USB-Schloss

Wird der Fingerring angelegt und mit dem Computer oder Mobile Device verbunden, soll dieser bei Programmen und im Internet die Identität des jeweiligen Nutzers verifizieren und so alle benötigten Passwörter freigeben. Der Passwortdschungel könnte also bald Schnee von gestern sein.

Auf USB-Schmuck ist der millionenschwere Konzern übrigens nur gekommen, weil dieser immer am Körper getragen werden kann und das Risiko, den Ring zu verlieren oder zu vergessen, minimal ist. Angeblich denkt Google aber auch über eine direkte Integration in Smartphones nach. Neben Ringen sollen auch andere Accessoires in der Planung sein.

Noch handelt es sich aber lediglich um Studien. Wann das mobile USB-Schloss kommen wird und in welcher endgültigen Form, darüber kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Dass aber neue Sicherheitsmechanismen kommen werden, ist ein Ding der Gewissheit. Täglich fallen viele Internetnutzer auf Phishing-Attacken herein und geben leichtfertig ihre gesamten virtuellen Daten preis. Die Verbindung von Hard- und Software, physischer Identitätskontrolle und Passwörtern, ist eine vielversprechende Lösung.

Windows 8: Ratgeber “sichern und wiederherstellen”

Betriebssystem Windows - Foto von: © XtravaganT - Fotolia.com

Betriebssystem Windows - Foto von: © XtravaganT - Fotolia.com

Bei der aktuellen achten Version von Microsofts Betriebssystem Windows funktioniert einiges anderes. Auch die Datensicherung wurde grundlegend verändert und verfügt so über mehr Funktionen und Features. Auch wenig versierten Windows-Kunden soll so ermöglicht werden, schnell und problemlos den eigenen Computer zurückzusetzen oder eine ältere Version des Betriebssystems wieder herzustellen.

So geht’s:

Um auf Windows 8 Daten zu sichern und wiederherzustellen, muss man ins Windows Recovery Environment. Das geht, indem man die Installations-DVD einlegt, die F8-Taste gedrückt hält oder über einen Wiederherstellungsträger neu startet. Neu ist, dass zur Wiederherstellung kein Backup oder manuell erstellter Systemwiederherstellungspunkt nötig ist, denn Windows speichert ab der Version 8 endlich automatisch solche Punkte.

Reset oder Refresh?

Wer im Recovery Environment gelandet ist, muss sich zwischen „Refresh“ und „Reset“ entscheiden. Ersteres ersetzt die Systemdateien mit denen aus dem ausgewählten Wiederherstellungspunkt, frischt den PC also quasi auf, ohne die Daten auf der Festplatte anzutasten. Die „Reset“-Funktion setzt den Computer dagegen zurück. Wer also seine Daten behalten will, sollte auf „Refresh“ klicken, wer auf Nummer sicher gehen will auf „Reset“. Die beiden Funktionen laufen dann ganz einfach über einen Assistenten wie von alleine ab. Sollte der neue Computer mit Windows 8 also mal murren oder nicht mehr korrekt funktionieren, braucht man nicht zu verzweifeln, sondern kann auf das überarbeitete und kindereinfache System zur Wiederherstellung setzen.

Die Windows-App bleibt auch nach dem Reset

Toll am neuen Recovery Environment ist nicht nur die automatische Sicherung von Wiederherstellungspunkten, sondern auch, dass Windows Apps aus dem offiziellen Windows Store auch bei einem „Refresh“- oder „Reset“-Vorgang erhalten bleiben. Alle anderen Programme müssen natürlich neu installiert werden, genau wie zahlreiche Einstellungen wie Startseite, Desktop, Netzwerkeinstellungen, WLANs, Bibliotheken sowie Windows Update zurückgesetzt werden.

Sicherheitslücke im Samsung-Smartphone

Samsung nicht sicher - Foto von: © babimu - Fotolia.com

Samsung nicht sicher - Foto von: © babimu - Fotolia.com

Schlechte Nachrichten für Handybauer Samsung und seine Kunden: Hacker haben kürzlich eine gefährliche Sicherheitslücke entdeckt, die eine ganze Reihe von Tablets und Smartphones von Samsung betrifft. Der von der Hackergemeinde „Exynos Mem Abuse“ getaufte Virus befällt aber nur Geräte mit einem speziellen Chipsatz. Ist ein Gerät mit entsprechender Schad-Software infiziert, kann sich diese App unbemerkt alle Schreib- und Leserechte auf dem betroffenen Handy einholen. Experten nennen das Root. Der Root soll eigentlich nur den echten Besitzern des Handys offenstehen, doch wegen der entdeckten Sicherheitslücke können nun auch Dritte ohne physikalischen Zugriff auf das Gerät von tausenden Kilometern weit weg die Macht über ein fremdes Handy übernehmen.

Schadsoftware installiert sich ohne das man es merkt

Besonders problematisch ist, dass es für Smartphone- und Tabletbesitzer nicht nachvollziehbar ist, wenn sich die Schadsoftware installiert. Da sie auch schnell Zugriff auf den Arbeitsspeicher bekommt, kann sie unauffällig im Hintergrund laufen, ohne dass der Kunde davon Wind bekommt. Hat die Virus-App erst einmal alle Rechte, ist theoretisch alles denkbar: Alle gespeicherten Daten können ausgelesen und übertragen werden, durch den eigenen Programmcode der Schad-App könnte das Gerät auch völlig lahmgelegt werden.

Die gute Nachricht: Betroffen sind nicht alle Geräte vom beliebten Technikhersteller Samsung, sondern die Tablets und Smartphones mit den Chipsätzen Exynos 4210 und Exynos 4412. Die sind unter anderem in aktuellen Top-Modellen wie dem Samsung Galaxy S3 und Samsung Galaxy Note 2 verbaut. Aber auch Tablets wie das Samsung Galaxy Note 10.1 oder ältere Modelle wie das Samsung Galaxy S2 und das Samsung Galaxy Note sind theoretisch gefährdet. Samsung rät allen betroffenen Verbrauchern, beim Download von Apps besonders vorsichtig zu sein und nur auf getestete Produkte bekannte Anbieter zurückzugreifen. Bis Samsung das Problem behoben hat, werden sicherlich nicht viele Galaxys den Besitzer wechseln…

Trickbetrüger arbeiten mit Telefon und Software

Betrüger am Telefon - Foto von: © Sandra Knopp - Fotolia.com

Betrüger am Telefon - Foto von: © Sandra Knopp - Fotolia.com

Betrüger auf aller Welt sind meistens sehr kreativ, wenn es darum geht, sich neue Betrugsmethoden einfallen zu lassen. Aktuell warnen die Verbraucherzentralen in Deutschland vor einer neuen Methode des Computerbetruges. Bei dieser Masche versuchen Kriminelle via Telefon, unerfahrene PC-Nutzer davon zu überzeugen, dass sie auf ihren Computer eine Fernwartungssoftware installieren müssen. Dabei handelt es sich jedoch um sogenannte Trojaner. Nach der Installation der Software können die Betrüger die Rechner ihrer Opfer manipulieren sowie sensible Daten ausspähen. In manchen Fällen verlangen sie sogar eine Gebühr für den geleisteten “Service”.

So arbeiten die Betrüger

Aktuell warnen einige Verbraucherzentralen auf ihren Internetseite vor der neuen Betrugsmasche. Laut Informationen der Verbraucherschützer arbeiten die Betrüger meistens am Telefon und benutzen eine spezielle Software. Die ausgesuchten Opfer bekommen in der Regel einen Anruf von englisch sprechenden Mitarbeitern einer mutmaßlichen Servicefirma. Sobald die Brüter merken, dass am anderen Ende der Leitung ein unerfahrener Nutzer ist, versuchen sie, ihn davon zu überzeugen, dass etwas mit seinem heimischen Rechner nicht in Ordnung und daher eine dringende Wartung notwendig ist. Dabei werden die unterschiedlichsten Gründe genannt, warum eine Wartung dringend vorgenommen werden muss. In manchen Fällen wird zum Beispiel behauptet, dass die Lizenzen für bestimmte Programme nicht mehr gültig sind. Sobald die Betrüger ihre Opfer davon überzeugt haben, dass ein Problem besteht und eine Wartung daher unabdingbar ist, bieten sie auch die mutmaßliche Lösung an. Die Installation einer Fernwartungssoftware ist nach Darstellung der Betrüger die einzig mögliche Lösung.

Wenn die Opfer tatsächlich auf den Trick hereinfallen, können sich die Angreifer Zugang zum Computer verschaffen und beliebig darüber verfügen. Dabei können sensible Daten eingesehen und missbraucht werden.

Sicherheit-Apps: Schutz für das Smartphone

Sicherheit fürs Smartphone – Foto von: © Schlierner – Fotolia.com

Immer mehr machen wir alle mit unserem Smartphone. Es wird gechattet, gesurft und gekauft. Gerade aber, wenn man da Telefon auch zum Geld ausgeben benutzt und Kreditkartennummer , Bank-Pin und diverse Passwörter in es hinein tippt, ist es ratsam, dabei auch auf Sicherheit zu achten. Im letzten Jahr sind ungefähr 6 Millionen Menschen Opfer von Smartphone-Viren geworden. Um das zu verhindern, gibt es inzwischen einige Apps, die Sicherheit auf dem Telefon garantieren.

Android: Viele Nutzer – viele Viren

Rund zwei Drittel aller Smartphones laufen inzwischen mit dem Betriebssystem Android, was zu Folge hat, dass es dafür auch viele Malware -Programme gibt. Geschätzt wird, dass sich etwa 30.000 dieser kleinen Programme im Umlauf befinden – letztes Jahr waren es noch um die 250. Dieser rasante Anstieg ist merkbar, sechs Millionen User vom Android-Systen sind in den letzten zwölf Monaten mit den mobilen Viren konfrontiert worden. Der Markt für Sicherheitssoftware ist inzwischen groß und unübersichtlich, und nicht jede App hält das, was sie verspricht. Neben dem Erkennen von Malware auf dem Telefon hat die Software auch die Aufgabe, die Daten auf dem Telefon zu schützen.

Die Tricks der Malware-Programme

Auch wird von ihr verlangt, zwar das komplette Telefon nach Malware zu untersuchen, inklusive SMS und MMS, das System darf dabei aber nicht ausgebremst werden. Ebenfalls ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Akkuleistung nicht vollkommen von der Sicherheitsapp beansprucht wird. Geht das Telefon verloren, ist es wichtig, die Daten aus der Ferne sperren zu können, bei Apps Kaspersky oder avast! geht das mittels SMS-Kommandos.

Eine große Bedrohung sind Apps, die sich zu viele Rechte einräumen, ohne das der Nutzer das merkt. Das kann soweit gehen, dass Apps das Adressbuch kopieren, SMS verschicken oder die Internetverbindung ungefragt nutzen. Diesen Apps kommen Sicherheitsprogramme wie Sophos oder Lookout schnell auf die Schliche.

Für welche Sicherheitsanwendung man sich auch immer entscheidet, wichtig ist, dass man sie sorgsam installiert. Noch immer gehen viele Smartphone-Nutzer zu leichtsinnig mit den Gefahren um, was sich im schlimmsten Fall böse rächen kann.

So schützt man seine mobilen Geräte

Sicherheitslücken beim Smartphone bieten zahlreiche Angriffsflächen - Foto von: © babimu - Fotolia.com

Sicherheitslücken beim Smartphone bieten zahlreiche Angriffsflächen - Foto von: © babimu - Fotolia.com

Die Notwendigkeit der Installation einer Virenschutz-Software auf dem heimischen Rechner hat sich längst herumgesprochen. Die Medien berichten fast täglich über neue Internet-Betrügereien, gegen die man sich auf diese oder jene Art schützen sollte.

PCs für die Hosentasche

Durch die in den letzten Jahren vehement gestiegene Nutzung von Smartphones tut sich momentan jedoch eine neue Sicherheitslücke auf, mit der die wenigsten User bisher in angemessener Form umgehen, sei es aus Unwissenheit, Fehleinschätzung oder aufgrund mangelnder Schutzmechanismen und Programme. Smartphones sind kleine Computer. Sie sind meist sogar dauerhaft online und können einfacher als große PCs verloren gehen.

Diverse Angriffsflächen 

Verschiedene Angriffsszenarien sind denkbar: Persönliche Daten können gesammelt werden, ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt. Zugangsdaten für verschiedene Internetseiten sind ein begehrtes digitales Diebesgut. Richtig teuer kann es werden, wenn die manipulierten Telefone zum Bezahlen oder für sonstige finanzielle Transaktionen missbraucht werden. Auch Dialer-Programme sind im Hinblick auf Smartphones wieder aktuell geworden.

Sicherheitsmaßnahmen als Grundvoraussetzung

Die verschiedenen Betriebssysteme sind unterschiedlich anfällig. Apple überwacht seinen App-Store wesentlich besser als beispielsweise Google den seinen. Auch Blackberry hat sich in der Business-Szene einen guten Ruf erarbeitet. Schadsoftware gelangt meist über Apps oder manipulierte Email-Anhänge ins System.
Schutz bieten zuallererst Tastatur- und Gerätesperren. Ungenutzte Datenverbindungen wie Bluetooth oder W-LAN sollten ausgeschaltet werden. Apps sollten nur aus vertrauenswürdiger Quelle bezogen werden und „jailbreaken“ oder „rooten“ hebeln selbst Sicherheitsmaßnahmen der Hersteller aus. Regelmäßige Updates verstehen sich von selbst. Bei jeder Neuinstallation ist auf die angeforderten Nutzungsrechte und Zugriffsmöglichkeiten der Anwendung zu achten.

Wahl der sicheren Cloud

Die Nutzung verschiedener Cloud-Anbieter birgt auch ein Risiko in sich, da eine große Masse an Daten durch Manipulationen in falsche Hände geraten kann. Es empfiehlt sich, einen Cloud-Anbieter zu wählen, der neben einer Validierung durch Nutzername und zugehörigem Passwort auch eine zusätzliche Sicherung durch eine Hardware-Komponente fordert, etwa in Form einer Smart-Card oder eines Secure-Tokens.

Computerspiele gefährden PC-Sicherheit

PC-Spieler sollten sich schützen - Foto von: © panthermedia.net/Sean Gladwell

PC-Spieler sollten sich schützen - Foto von: © panthermedia.net/Sean Gladwell

Experten auf dem Gebiet der Computersicherheit warnen derzeit vor den Risiken der Nutzung von etablierten Spieleplattformen wie Steam, Uplay, Origin und Co. Über diese Plattformen lassen sich Spiele sehr günstig und unproblematisch erwerben und auch spielen, sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Große Sicherheitslücken auf Spieleplattformen entdeckt

Jetzt entdeckten die Mitarbeiter von heise.de aber auch schwerwiegende Sicherheitslücken. Sie empfehlen hinsichtlich dieser Lücken eine Trennung der Plattform-Daten vom eigentlichen System. Am einfachsten lässt sich dies durch die Einrichtung eines eigens für Spiele bestimmten Benutzerkontos bewerkstelligen. Die sicherere Variante ist eine zweite Windows-Installation auf dem Rechner. Wer sich überhaupt keine Sorgen mehr machen will und über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, kann sich auch einen Zweit-Rechner einrichten, der ausschließlich zum Spielen verwendet wird und nicht mit den anderen Computern im Haushalt verbunden ist.
Die Sicherheitsfirma Revuln hat die Spiele-Plattform Steam überprüft und eine gefährliche Lücke im System entdeckt. Diese macht es Hackern möglich, mit Hilfe von präparierten Web-Seiten und Steam auf fremde Rechner zuzugreifen und diese zu manipulieren. Besonders Mac-Besitzer seien von dieser Lücke bedroht. Durch die Nutzung des Browsers Safari, der derzeit, im Gegensatz zu anderen etablierten Web-Browsern wie Chrome, Firefox oder Internet Explorer, Befehle von Steam ans System ausführt, ohne den Nutzer um Einverständnis zu fragen.

Apple-User insgesamt vor Hackern gut geschützt

Ansonsten müssen sich die Apple-User allerdings weniger Sorgen um ihr System machen. Das Betriebssystem in der aktuellen Version OS X Mountain Lion verfügt über einen primären, einfachen Schutz gegen Schädlinge. Die ins System integrierte Personal Firewall sollte aktiviert werden und es empfiehlt sich, den Rechner regelmäßig mit aktuellen Updates auf den neuesten Stand zu bringen. Dies lässt sich auch automatisch über eine Veränderung in den Systemeinstellungen durchführen. Hält man sich an diese Ratschläge, ist der Rechner vor einfachen Manipulationen sicher und der User kann ohne Bedenken im Internet umhersurfen, ohne sofort ein Opfer von Kriminellen zu werden.

Microsoft: Sicherheitslücke geschlossen

Microsoft schließt Sicherheitslücke beim Internet Explorer - Foto von: © maxkabakov - Fotolia.com

Microsoft schließt Sicherheitslücke beim Internet Explorer - Foto von: © maxkabakov - Fotolia.com

Softwareriese Microsoft hält ein umfangreiches Update für die aufgetretene Sicherheitslücke im Internet Explorer bereit, das am Donnerstag runterzuladen sein soll. Es sei einfacher zu installieren als die bisherige Übergangslösung, ließ der Konzern in einem Blog wissen. Diese Übergangslösung beinhaltete eine Änderung der Einstellungen und der Installation der Softwarekomponente EMET (Enhanced Mitigation Experience Toolkit) – fachkundige PC-User wussten damit etwas anzufangen, der Rest der Welt wohl eher nicht.

Von dem Sicherheitsleck, durch das ein Computer mit einem Trojaner (versteckte Software, die z. B. Daten sammelt und klaut) infiziert werden kann – es reicht bereits der Aufruf einer mit Schadsoftware präparierten Homepage –, sind die Internet Explorer (I.E.) Versionen 7 und 8 unter Windows XP bzw. die Versionen 8 und 9 unter dem noch aktuellen Microsoft Betriebssystem Windows 7 betroffen. Den I.E. 10, der zusammen mit Windows 8 Ende Oktober auf den Markt kommt, betrifft dies nicht – er ist anders konzipiert.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät daher Internet-Usern, die den Explorer verwenden, so lange auf andere Browser umzusteigen, bis Microsoft das Problem restlos und nachweisbar behoben hat.

Microsoft teilte indes mit, dass bisher nur wenige Nutzer Ziel einer Attacke geworden seien. Zum Glück …! Das ab Donnerstag zur Verfügung stehende Sicherheits-Patch soll die aufgetretene Lücke nun vollends schließen.

In Deutschland nutzen derzeit rund 31 Prozent aller Internetuser zum Browsen im Netz Microsofts Explorer. Die meisten Deutschen, über 35 Prozent, setzen jedoch auf den Firefox von Mozilla, den es seit 2004 gibt. Er ist für viele übersichtlicher, einfacher zu bedienen und vor allem sicherer.
Weltweit hat jedoch nach wie vor der Internet Explorer die Nase vorn – über 53 Prozent der User nutzen ihn. Auf Platz drei im weltweiten sowie Deutschlandweiten „Browser-Ranking“ liegt Googles Chrome.

“DNS-Changer” – Opfer ohne Internet

DNS-Changer: Millionen PCs infiziert, Millionen Dollar erschlichen - Foto von: © alphaspirit - Fotolia.com

DNS-Changer: Millionen PCs infiziert, Millionen Dollar erschlichen - Foto von: © alphaspirit - Fotolia.com

Behörden haben mit zahlreichen Kampagnen und Informationsseiten versucht, PC-Nutzer vom Virus „DNS-Changer“ zu befreien. Dennoch können Zehntausende ab Montag ihr Internet nicht mehr nutzen.

Millionenfache PC-Infektion

Das FBI hat sich für eine drastische aber notwendige Maßnahme entschieden. Am kommenden Montag werden die infizierten Server, die den DNS-Virus seit über einem halben Jahr online halten, abgeschaltet. Wie Betroffene mit ihren PC dann wieder in das Internet bekommen, ist fraglich. 
Schon im November 2012 kam es zur Verhaftung von sechs Kriminellen durch die US-Bundespolizei. Über vier Jahre lang verbreiteten die Kriminellen den Virus im Internet. Beispielsweise waren in den USA eine halbe Millionen Rechner befallen. Weltweit waren es insgesamt über vier Millionen in 100 Ländern. 

Kriminelle Werbung & Hinderung an Anti-Viren-Updates

Wie funktionierte der Virus? Der Virus machte sich eine Schwachstelle jedes internetfähigen Rechners zunutze, nämlich die sogenannten DNS-Einstellungen. DNS-Einstellungen weisen den Weg zu einem Ziel im Internet. Doch statt die Informationen vom eigenen Internet-Provider abzurufen, kontaktierten die infizierten Rechner die DNS-Server der Kriminellen.
Nutzer wurden auf Seiten umgeleitet, auf denen die Kriminellen eigene Werbung schalteten. Das lukrative Geschäft brachte den Viren-Programmierern 14 Millionen Dollar ein
Übernehmen andere Viren meist die Kontrolle eines Rechners, um beispielsweise an Kreditkarten-Informationen zu gelangen, erscheint der DNS-Virus zunächst harmlos. Deshalb blieb seine Existenz lange unerkannt. Zusätzlich verhinderte der Virus das Updaten von Anti-Viren-Programmen.

Das Ende des Spuks

Nach der Festnahme der Verantwortlichen, wurde die Polizei vor ein weiteres Problem gestellt: Durch das Abschalten der kriminellen Rechner, wären auf einen Schlag alle befallenen Computer vom Internet getrennt. Daraufhin installierte das FBI DNS-Server, die den Betroffenen den ursprünglichen Weg zu den Internetseiten ermöglichte. Da das FBI aber nicht zum Großprovider für virenversuchte Rechner werden wollte, kooperierten Strafermittler und Provider.
Eine Möglichkeit wäre gewesen, die befallenen Rechner wieder mit einem Programm zu infizieren, das die Einstellungen des Rechners zurücksetzt. Diese Methode wäre jedoch illegal gewesen und hätte ungeahnte Folgen für die betroffenen Nutzer. 
Auf DNSChanger.eu kann man testen, ob der eigenen Rechner vom Virus betroffen ist. Auch Google warnt künftig vor infizierten Seiten.

Trojaner ade – So schützen Sie ihr Smartphone

Legen Sie Ihr Smartphone nicht an Ketten - es reicht, wenn Sie es ausreichend schützen.

Legen Sie Ihr Smartphone nicht an Ketten - es reicht, wenn Sie es ausreichend schützen.

Das Smartphone ist für Menschen dieser Zeit ein unverzichtbarer Gegenstand. Sei es aus beruflichen oder privaten Gründen. 11,3 Millionen dieser Geräte wurden 2011 verkauft. Das Android-Betriebssystem von Google ist am Häufigsten von Hackerangriffen betroffen. Hacker programmieren Apps, die Viren enthalten und das Handy ausspähen. Da jedes zweite verkaufte Handy mittlerweile die Möglichkeit der Internetnutzung bietet, ist das ein besorgniserregender Trend.

Die Betrüger entwerfen eine App, die Schadsoftware enthält und stellen diese zum Verkauf im Play-Store ein, der ehemals Google Market hieß. Kaum hat man diese Malware installiert, so zieht sich diese Kontaktdaten, Passwörter oder Fotos vom Handy herunter. Der Hacker verfügt nun über diese Informationen und kann sie dazu nutzen, um versteckt im Hintergrund teure SMS zu versenden. Der Angreifer bekommt einen großen Teil der Erlöse und bereichert sich am Leid anderer. Leider fällt dies dem Opfer erst nach dem Erhalt der Telefonrechnung auf. Natürlich prüft Google regelmäßig den Inhalt der Apps, jedoch gelingt es immer wieder, dass die Prüfmechanismen überlistet werden.

Verhindern kann man dies mittels eines Virenscanners. Der Scanner prüft die App und stellt fest, ob sie einen Schadcode enthält. Trifft das ein, so verweigert die Antiviren-Software den Download der Datei. Ein weiteres effektives Mittel zur Vermeidung des Erwerbs einer schadhaften App, ist, den eigenen Verstand zu benutzen. Eine Anwendung, die Fahrplanauskünfte geben soll, braucht keine Zugriffsrechte auf das Kontaktbuch. Der Kauf von Sicherheitssoftware ist sinnvoll und kostet nicht die Welt. Schlimmer ist es, wenn Sie Opfer einer solchen Attacke werden, dann eine Rechnung von 1 200 Euro bezahlen sollen und sich in einem nervigen Gerichtsverfahren Ihr Recht erstreiten müssen. Übrigens sind iPhones einem wesentlich geringeren Risiko ausgesetzt, solche Malware über den AppStore zu erhalten.

© babimu – Fotolia.com