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Facebook: Neue Funktion für Organspender

© igor - Fotolia.com

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Das soziale Netzwerk Facebook hat es sich nun auch zur Aufgabe gemacht, seine Nutzer zu Organspenden zu bewegen oder zumindest einige von ihnen näher an das Thema heranzuführen. Bisher allseits bekannt, millionenfach genutzt und sogleich mit der Welt geteilt, wurden bisher vielmehr alltägliche Angaben. Dazu zählten sowohl Beziehungsstatus als auch Arbeitgeber oder Erlebnisse rund um Haus und Hof. Mark Zuckerberg entschied sich nun jedoch dazu, das Ganze um das Thema der Organspende zu erweitern.

Vor einigen Tagen stellte Zuckerberg hierfür eine neue Funktion vor, die es den Mitgliedern des sozialen Netzwerks ermöglichen sollen, sich auf ihrem Profil als Organspender zu kennzeichnen, indem sie sich dazu offiziell registrieren. Zunächst wurde diese Anwendung nur für Nutzer in den USA und Großbritannien freigeschaltet, doch sollen in naher Zukunft auch weitere Länder folgen, die ihre Organspender im weltweiten Netz als solche kennzeichnen können.

Tatsächlich will man mit dieser neuen Idee vor allem das Bewusstsein der Menschen für Organspenden schärfen. Das Netzwerk Facebook verfügt nach eigenen Angaben weltweit über mehr als 900 Millionen Mitglieder, die über sämtliche Anwendungen und gemeinsamen Interessen miteinander vernetzt sind. Die Idee der Funktion besteht darin, über die weltweiten Verknüpfungen mehr Nutzer für das Thema gewinnen zu können, die den Anstoß dazu möglicherweise durch einen Freund innerhalb der Plattform bekommen, der sich als Organspender bereits registriert hat.

Den Entschluss, die Plattform für diese Botschaft zu nutzen, fasste Zuckerberg während eines Gespräches mit seiner Freundin. Diese ist nämlich Medizinstudentin, und auch das Schicksal des verstorbenen Apple-Mitgründers Steve Jobs, gab Inspiration zu dem Vorhaben. 

Terishack in Massachusetts

© lucadp - Fotolia.com

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Fast 30 Jahre ist es her, dass die ersten Spielsteine, bestehend aus vier zusammengesetzten Quadraten, aus dem oberen Spielfeldrand begrenzt durch den Terminal des russischen Elektronika 60, in Richtung Boden sanken, um vom Spieler zu einer möglichst lückenlosen Reihe zusammengefügt zu werden. Das war 1984, es herrschte kalter Krieg und es waren die Russen die Tetris erfanden.

Zurück ins Jetzt. Wer am vergangenen Wochenende am Green Building des MITs (Massachusetts Institute of Technology) vorbeilief, der staunte nicht schlecht angesichts des farbigen Schauspiels, dass auf den Aussenwänden des Gebäudes beobachtet werden konnte.
Ebenjene Bauklötze, die die Ära der Videospiele einläuteten, fielen in bunten Neonfarben, diesmal begrenzt von der maximalen Höhe des Universitätsturms, Richtung Eingangsbereich.

Am Fuße des Gebäudes befand sich eine Konsole, mit der sich die leuchtenden Quadrate steuern ließen. Insgesamt ließen sich ganze drei Level des Spieleklassikers auf dem Gebäude-Bildschirm spielen.
Die Aktion wurde von amerikanischen Hackern geleitet, die das MIT stets als Wiege ihrer Bewegung angesehen haben.

Später konnte man auf dem hauseigenen MIT-Blog nachlesen, dass man die Aktion als Huldigung an den „Heiligen Gral von Hacks“ ansehe. Sicher, Tetris wohnt eine gewisse Symbolkraft inne. Aus der Sowjetunion verbreitete sich dieses Spiel rasch über die Rechner dieser Welt, die damals noch ganze Zimmer füllten und über eine durchschnittliche Rechenleistung von 8 Kilobyte verfügten.

Das Tetris, dass nicht zuletzt die Ära der Videospiele initiierte, ausgerechnet vom damaligen Feindbild der USA entwickelt wurde, dürfte den Hackern, die nun als neue Bedrohung des Weltfriedens ausgemacht wurden (Stichwort: Cyberkrieg), sicher das ein oder andere Schmunzeln ablocken.

Man betonte auf der Website noch einmal, dass man den Hack als cleveren und freundlichen Streich ansehe. Es sind nicht zuletzt diese freundlichen Streiche, die Regierungsorganisationen, oder große international operierende Konzerne auf Sicherheitslücken in ihren Netzwerken aufmerksam gemacht haben.

Angriff auf die iranische Ölindustrie

© www.fzd.it - Fotolia.com

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Auf die iranische Ölindustrie wurde in den letzten Tagen ein Hackerangriff verübt, das berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Laut Angaben des Ölministeriums wurde der Öl-Terminal auf der Insel Charg, gelegen im persischen Golf, bereits nach kurzer Dauer wieder in den normalen Betrieb überführt.

Ein Sprecher der Nachrichtenagentur Fars erklärte, dass verschiedene Computer des Ölministerium von Hackern mit einem Virus infiziert worden waren. Ziel waren aller Wahrscheinlichkeit nach die Hauptdaten und die Geschäftsdaten der staatlichen Ölgesellschaften. Die Daten blieben aber unbeschädigt, da diese vom Internet abgekoppelt auf einem separaten Netzwerk liegen. Jedoch wurden durch das Virus einige andere, weniger wichtigen Daten gelöscht. Laut Auskünften der Nachrichtenagentur Isna handelt es sich um ein Virus namens Viper.

Auch wenn das Ministerium nun bestätigte, dass es sich wohl allem Anschein nach nicht um einen Hackerangriff aus dem Ausland handelte, so wäre es dennoch nicht das erste Mal. Der Iran wirft den USA und Israel vor, 2000 einen Hackerangriff mit Hilfe des Computervirus Stuxnet auf den Iran verübt zu haben. Dieser hatte das Ziel das iranische Atomprogramm zu manipulieren und führte dazu, dass die Produktion zwischenzeitlich um 15 Prozent sank.

Seit diesem Vorfall klagt der Iran immer wieder über Cyberangriffe. Mittlerweile hat sich Ayatollah Ali Chamenei selbst eingemischt und den “Hohen Rat für den Cyberspace” gegründet. So liegt nun die Internetpolitik des Landes bei ihm. Die Revolutionsgarden, die sich ebenfalls im Rat befinden, haben den Auftrag verschiedene Möglichkeiten zu entwickeln gegen die Cyberangriffe. Jedoch sind sie darüber hinaus damit betraut, Strategien zu entwerfen, um selbst Cybersabotage betreiben zu können.
Die westliche Staatengemeinschaft wirft dem Iran vor heimlich an Atomwaffen zu bauen. Dieser lehnt den Vorwurf allerdings kategorisch ab.

Anonymous: Protest gegen China

© panthermedia.net/Kheng Ho Toh

© panthermedia.net/Kheng Ho Toh

Schlägt die Internet-Zensur in China zurück auf die Kommunistische Partei? Am vergangenen Donnerstag wurden jedenfalls viele Webseiten von chinesischen Behörden und Unternehmen geknackt. Statt dem normalen Internetauftritt gab es Drohungen gegen die Machthaber und Zensoren der pseudo-demokratischen Volksrepublik. Hunderte Internetseiten sind in China gesperrt, viele Menschen landen für regierungskritische Aussagen in Foren oder Blogs im Gefängnis.

Die Gruppierung, die hinter den Angriffen steckt, nennt sich Anonymous China. Ob sie wirklich mit der losen Hackervereinigung, die auch schon in Europa und US-Amerika für viel Ärger sorgte, verbunden ist oder sich nur ihren Namen geborgt hat, ist noch ungeklärt. Nach eigenen Angaben wurden bei 500 chinesischen Webseiten die Startseite durch eine eigene Seite ersetzt. Im Fokus der Hacker waren neben einigen Regierungs- und Behördenseiten vor allem Auftritte von Mode-Webseiten oder großen Industriefirmen. Doch bereits ein paar Stunden nach der Veröffentlichung der Liste der gehackten Seiten waren fast alle Sites wieder ohne Probleme normal erreichbar. Offiziell äußerte sich niemand von Seiten der chinesischen Politik. Inmitten ihrer harten Zensur-Schiene so eine Panne zugeben – wer macht das schon freiwillig?

Die eigene Seite, die die Hacker auf den Webseiten hinterließen, enthielt eine Nachricht an die Regierung: “Liebe chinesische Regierung, ihr seid nicht unfehlbar. Heute werden Websites gehackt, morgen wird euer abscheuliches Regime fallen.” Dazu gab es im Hintergrund Gedudel von The Who mit dem berühmten Song „Baba O’Riley“, der auch Titelmelodie der beliebten US-amerikanischen Serie „CSY:NY“ ist. Trifft hier Kommunismuskritik auf Kapitalismuskritik? Ebenfalls enthielten die gehackten Seiten eine genaue Anleitung, wie die chinesische Firewall mit einfachen Schritten wie dem Benutzen eines Anonymisierungsdienst wie Tor umgangen werden kann. Bleibt nur zu hoffen, dass die chinesische Justiz die frechen Hacker nicht erwischt – für sie hätte der allmächtige Staat China sicherlich keinerlei Sympathien. Doch da offiziell ja gar kein Angriff stattgefunden hat, muss auch nicht ermittelt werden? Das könnte man nun annehmen, doch was im Land des Lächelns hinter geschlossenen Türen abläuft, ist wieder eine ganz andere Frage.

Wie erkennt man einen Virus auf dem PC?

© panthermedia/net Vladimir Mucibabic

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Als die Welt der Computer begann auf das Phänomen der Viren aufmerksam zu werden, hieß ein Befall mit den gemeinen Cyber-Würmer oft, dass der Rechner danach reif für die Schrottpresse war. Die damaligen Viren zielten auf lebenswichtige Funktionen innerhalb der Schaltkreise alter Rechenkisten ab und hatten nicht selten Erfolg mit ihren tödlichen Zielen. Heutzutage gehen Programmierer von Computer-Viren wesentlich diskreter vor. Breitbandinternetzugänge sind mittlerweile so verbreitet, dass sie zur Standardausrüstung eines jeden Haushalts gehören. Wichtige Geldtransaktionen und höchst-private Daten werden selbstverständlich über das Internet ausgetauscht. Es ist der Leichtsinn der User, die skrupellosen Hackern jedes Jahr Umsätze in Millionenhöhe bescheren.

Die Viren von heute arbeiten im Hintergrund. Sie sitzen innerhalb vermeintlich nützlicher Online-Tools, oder installierten Programmen, in Scripten und Add-Ons. Für Virenscanner wird es immer schwerer schlechten von gutem Code zu unterscheiden und so sitzen die Schädlinge oft monatelang unentdeckt im Quellcode und können so immensen Schaden anrichten. Nicht selten spähen sie Kreditkartennummern, Adressen, Passwörter und private Nachricht aus, die dann von Programmierer gezielt genutzt werden können, um dem entsprechenden Usern wirtschaftlich, aber auch privat zu schaden.

Ein Indiz für den Befall mit sogenannter „Malware“ (schlechter Software) kann eine Abnahme an Rechenleistung sein. Wo früher noch Browserfenster in Sekundenbruchteile aufgingen, wartet der User dann oft minutenlang gelangweilt vor dem Bildschirm und wartet bis sich das ersehnte Fenster öffnet. In diesem Falle ist es ratsam den gesamten Computer einem eingehenden Check zu unterziehen. Es gibt spezielle Programme, die oft sogar kostenfrei downloadbar sind, über die es möglich wird genau anzuzeigen, welche Programme geöffnet sind. Oft wird dies vom Windows-eigenen Task-Manager nicht ausreichend dargestellt.

Viele dieser bösartigen Programme greifen auch gezielt Virenprogramme an, um unentdeckt zu bleiben. Es lohnt sich also die Scanner auf eine boot-fähige CD zu brennen. Diese kann von der Malware nicht verändert werden und bietet somit einen besseren Schutz als herkömmliche Programme.

Union gründet Verein CNetz

© imageteam - Fotolia.com

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Inzwischen haben sich nicht nur Grüne oder SPD-Politiker, sondern auch junge Unionspolitiker organisiert und ein Internetlobby gegründet. Am vergangenen Montag wurde die Gründung des Vereins CNetz bekannt gegeben. Damit wollen es konservative Netzpolitiker der politischen Konkurrenz von Digitaler Gesellschaft und D64 nachmachen und innerhalb der Union ein Lobby für das Internet sein. 

Mit CNetz existieren nun insgesamt drei netzpolitische Vereine, die einer der großen Parteien nahe stehen: Viele Mitglieder des Vereins Digitale Gesellschaft sind zum Beispiel gleichzeitig auch Mitglieder bei den Grünen sind. Die Initiative D64 ist mit der SPD verflochten. Der Vorstand vom Verein CNetz besteht aus Unionsmitgliedern. 

Dabei verfügt jede der genannten Organisationen durchaus über eine interessante Struktur, die einiges über die Ziele des jeweiligen Vereins aussagt. Die Digitale Gesellschaft sieht sich selbst nicht als Verein, der einer bestimmten Fraktion angehört oder eine bestimmte Partei zu beeinflussen sucht. Auch als parteinah sehen sich die Mitglieder des Vereins nicht – auch wenn einige der Mitglieder nicht nur Mitglied bei den Grünen sind, sondern auch an einigen netzpolitischen Initiativen der Grünen aktiv beteiligt sind. Eine Verbindung ist also da – auch, wenn sie lose ist. 

Die im vergangenen Dezember gegründete Initiative für “netzpolitischen Fortschritt” D64 hat sich der Aufgabe verschrieben, die Netzpolitik der SPD zu beeinflussen. Der Initiative geht es vor allen Dingen darum, eine breitere Öffentlichkeit für netzpolitische Themen herzustellen. Gleichzeitig will D64 auf die Sozialdemokratie einwirken. Die meisten Gründungsmitglieder sowie der gesamte Vorstand haben gleichzeitig eine Funktion bei der SPD. Ihre Anliegen sind den klassischen Ziele der SPD ähnlich: es finden sich dabei Themen wie Gerechtigkeit beim Netzzugang oder Arbeitsbedingungen in der digitalen Welt.

Unter allen drei genannten Vereinen ist CNetz der derjenige, der einer Partei am Nächsten steht. Einige Experten halten den neuesten Verein für eine parteieigene Gründung. Vorstand des Vereins ist Peter Tauber, sein Sprecher ist Thomas Jarzombek. Alle beide sitzen für ihre Partei nicht nur im Bundestag, sondern auch in der Enquete-Kommission des Bundestages “Internet und digitale Gesellschaft”. Unter den Mitgliedern finden sich viele Unionsmitglieder, die in der Partei eine führende oder zumindest wichtige Funktion haben.

China sperrt im Internet zahlreiche Seiten

© cirquedesprit - Fotolia.com

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Während hierzulande Verbraucher und Datenschützer gegen das Abkommen gegen Produktpiraterie, kurz ACTA, Sturm laufen, verschärft China seine Internet-Zensur: Viele Webseiten sind gar nicht aufrufbar, 300 Millionen Kommentare wurden gesperrt und sechs Personen verhaftet. Hintergrund der strikten Netzpolitik der kommunistischen Partei Chinas sind Gerüchte um einen Staatsstreich im Internet, in dem der Spitzenpolitiker Bo Xilai bloß gestellt werden soll.

Ohnehin war das Internet in China schon stark zensiert, nun ist es noch unfreier geworden. Vor allem die Firma Sina mit ihrem Social-Media-Dienst Weibo ist davon betroffen: Das Mikroblog, das nach dem Vorbild von Twitter funktioniert, hat alle Kommentar-Funkionen für gebündelte Diskussionen gesperrt. Nach offiziellen Angaben sollen so illegale Kommentare und das schnelle Verbreiten von Gerüchten erschwert werden. Auch viele Blogger, die sich kritisch gegen China äußerten, wurden gesperrt. Offiziell redet man von 16 gesperrten Webseiten, nach dem Pekinger IT-Blog „Technode“ sind es aber mehr als tausend gesperrte Sites.

Seit gut einer Woche sind schon Gerüchte im Internet im Umlauf, die sich um einen bevorstehenden Putschversuch des Militärs in Peking drehen. Allerdings gibt es keine ungewöhnlichen Truppenbewegungen in der Region. Eher wird vermutet, dass der undurchsichtige Parteifunktionär Bo Xilai durch die Aktion in Misskredit gebracht werden soll. Dass sich die Gerüchte ungewöhnlich lang im Internet halten konnten und erst jetzt in den Fokus der Staatszensur gefallen sind, lässt vermuten, dass es einige Befürworter der Kritik innerhalb der kommunistischen Partei Chinas selbst gibt.

Mittlerweile ist Bo abgesetzt. Wer im Internet nach ihm sucht, findet kaum noch irgendwelche Ergebnisse. Bedeutete sein Ruf als unerbittlicher Kämpfer gegen die weit verbreitete Korruption in China das rasche Ende seiner politischen Karriere? Und was können wir aus den Geschehnissen lernen? Internet bedeutet eben auch Demokratie – aber nur in dem Grad, in dem man dort noch seine freie Meinung äußern darf, ohne dafür gesperrt oder gar verhaftet zu werden. Ob mit oder ohne ACTA, Europa ist zum Glück noch meilenweit vom zensierten Internet wie in China entfernt. Dass das aber auch so bleibt, ist keine Selbstverständlichkeit.

XBox360: Hacker haben leichtes Spiel

© lassedesignen - Fotolia.com

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Hacker haben ein leichtes Spiel bei der Xbox 360. Wer auf Grund neuer Konsolen seine Xbox 360 wieder verkaufen will, sollte die Augen offen halten. Hacker stellen nämlich beinahe mühelos sensible Daten ihrer Festplatte wieder her, auch wenn Sie glauben sie gelöscht zu haben. Schon seit den Attacken auf Sonys Playstation Network sollten Kunden um die Sicherheitslücken ihrer Spielkonsolen wissen. 

Eine derzeit laufende Studie der Drexel University belegt, dass Hacker ohne große Mühen, lediglich mit einigen Tools die Festplatte einer Xbox 360 wieder vollständig herstellen können und dabei alle Informationen auslesen. Wer also seine Xbox bei Ebay und Co verkaufen möchte läuft Gefahr, dass persönliche Daten, wie zum Beispiel Kreditkartennummern von Dritten genutzt werden können. Ein verantwortlicher der Studie übt harte Kritik an Microsoft. Das Unternehmen sei großartig darin seine eigenen patentierten Inhalte zu schützen, gehe jedoch aber sorglos mit den Daten der Nutzer um. Im Laufe der Studie hatten Forscher von der Drexel University eine gebrauchte Xbox von einem Einzelhändler gekauft. Den Forscher gelang es mit einigen grundlegenden Kenntnissen Informationen aus der Festplatte auszulesen obwohl diese in den vermeintlichen Werkszustand zurückgesetzt worden war.
Normalerweise würde man vor einem Wiederverkauf die Festplatte auf den Werkszustand setzten, sie formatieren und dadurch alle Daten löschen. Gelöscht wird aber nun bewiesenermaßen nicht alles. Seit die Sicherheitslücke erkannt worden ist, gibt es nun Spezialprogramme wie “Darik’s Boot & Nuke”. Diese versprechen Schutz vor Datenklau. Um das Programm durch die Konsole laufen zulassen, schließen Sie einfach nur die Xbox an den PC an und überlassen dem Programm den Rest. Anschließend kann man ruhigen Gewissens seine Konsole auch wieder verkaufen.

 

Frankreich will Rechtsradikalismus im Internet verfolgen

© Jun Dangoy - Fotolia.com

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In Frankreich sind nach der tragischen Mordserie in Toulouse 7 Menschen gestorben. Diese sind dabei ganz klar Opfer eines rechtsradikalen Täters geworden, da sie unter anderem jüdisch waren. Frankreichs Präsident Sarkozy möchte daraus jetzt Konsequenzen ziehen und sich gegen die Verbreitung von rechtsextremen Gedankengut aussprechen. Dabei gehe es ihm vor allem darum, die Verbreitung über das Internet einzudämmen. So sei es bisher in Frankreich strafbar, wenn man Internetseiten mit pädophilen Inhalten besuche, jedoch nicht, wenn man rechtsextremistisches Gedankengut verbreite oder aber Seiten besuche, die zu Mord und Terrorismus aufrufen. Dies möchte Sarkozy nun ändern und für solche Seiten die gleichen Regelungen beschließen.

Dabei trifft er jedoch auf einen enormen Widerstand in Opposition und auch in der Bevölkerung. Gerade die Bevölkerung befürchtet dadurch, dass das Internet weiter zensiert werden würde. So äußern immer wieder viele ihren Unmut darüber, wie sehr das Internet schon bewacht werden würde und Frankreich sich immer mehr zum überwachungsstaat des Internets entwickle. So spricht auch die Tatsache für sich, dass Frankreich das einzige europäische Land ist, welches auf der RSF-Liste “Feinde des Internets” auftaucht, was nun schon zum zweiten Mal im Folge geschah.

Natürlich sind die Opposition und auch die Bevölkerung gegen Mord und Terrorismus, keine Frage. Jedoch befürchtet man eben durch diesen Schritt die Schranken für die Internetzensur zu öffnen und ist sich sicher, dass in naher Zukunft weitere Maßnahmen folgen würden. So wird es schwer für Sarkozy dieses Vorhaben durchzusetzen und sicherlich würde er sich mit einem erfolgreichen Durchboxen nicht gerade beliebt machen, was gerade in einem Wahlkampfjahr sehr schädlich für seine neue Kandidatur sein könnte.

Internet als neue politische Macht

© Scanrail - Fotolia.com

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Als Anfang der 1990er Jahre das World Wide Web für kommerzieller Zwecke nutzbar gemacht worden war und nun auch Amateure darauf zu greifen konnten, ahnte wahrscheinlich noch niemand welche gesellschaftlichen Veränderungen mit dieser neuen Technik einher gehen. Noch in den 1990er Jahren entwickelte sich die Zahl der Internetnutzer rasant, mit der Jahrtausendwende war da Internet bereits ein fester Bestandteil des Sprachgebrauchs. Wartete man früher noch eine halbe Ewigkeit bis sich ein Webbrowser aufgebaut hatte oder eine E-Mail verschickt worden war, gibt es mittlerweile sogenannte “Digital Natives”. Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind und dessen Möglichkeiten selbstverständlich voll ausnutzen und sich bereits völlig in der vollelektronischen sozialen Realität bewegen.

War das Internet ganz ursprünglich zu Verteidigungszwecken und später für kommerzielle Zwecke bestimmt, so hat es heute eine enorme politische Macht inne. Ein Trojaner wird zur Staatsaffäre und das Urheberrecht zu einer Schicksalsfrage. Menschen, die die Diskussionen um netzpolitische Macht bestimmen sind zum überwiegenden Teil männlich und online. Sie nennen sich Namenlose, Netzaktivisten oder auch Pirat. Sie hacken Behördenserver und knacken Staatstrojaner.
Die Macht die von dieser Gruppierung ausgeht, wächst minütlich und die Politik fragt sich langsam aber sicher, wie damit umgehen? Manche reden bereits davon, dass die Aktivisten im Netz die neuen Grünen darstellen. Eine Gruppe von Menschen die in virtuellen Kommunen zusammenleben und in der Welt des Internets ihrer politischen Emanzipation entgegenlaufen. Die Protestform der Internetgemeinde ist wie ein Zwitter. Zu den Demonstranten auf der Straße gesellen sich in den Foren ständig neue Unser, die sich informieren, austauschen, vernetzen und organisieren. Den Druck den die Netzgemeinde mittlerweile aufzubauen vermag, geht soweit, dass bereits Gesetzte gekippt worden sind.