Viren ab Werk

Wieder einmal streikt der Computer. Viren sind lästig und können großen Schaden anrichten. Genau deshalb wird seit vielen Jahren geraten, nicht auf Websites zu gehen, die man nicht kennt, und noch viel wichtiger: Ein Anti-Viren-Schutzprogramm ist nunmehr stille Pflicht in privaten sowie kommerziellen Computern. Doch was passiert, wenn man einen Computer kauft, bei dem ab Werk schon ein Virus installiert ist?

In einigen chinesischen Städten sind genau solche Fälle aufgefallen. Die Sicherheitsexperten von Microsoft haben Rechner gekauft, auf denen raubkopierte Windowsversionen aufgespielt waren, die mit einem Virus untersetzt waren. Im Zuge dessen ist es Microsoft gelungen, einen Schlag gegen die Nitol-Botnetze zu veranlassen. So soll ein Gericht des US-Bundesstaates Virginia am 10. September das Urteil gefällt haben, dass Microsoft die Domain, welche zur Verbreitung der Schadsoftware diente, zu beschlagnahmen. Bereits seit August 2011 sollen die Ermittlungen laufen, bei der Microsoft gezielt Testkäufe in chinesischen Gebieten tätigte. Dabei konnte man die Domain 3322.org zurückverfolgen, die Microsoft nach Genehmigung nun übernommen hat. Darüber wurden 500 verschiedene Malware verbreitet, mitunter Schadsoftware, mit der Kriminelle Tastaturen, Kameras und Mikrofone von Rechnern einsehen und benutzen konnten, um ihre Opfer auszuspionieren. Sobald der Virus auf dem Gerät aktiv wurde, verbreitete er sich durch USB-Speichergeräte.

Ein weiterer Schlag gelang dem FBI im Fall Anonymous. Laut Berichten soll der inoffizielle Sprecher von Anonymous, Barret Brown, bei einem Videochat festgenommen worden sein, während er einem FBI-Agenten drohte. Erfreulich ist auch der Erfolg zum Thema Datenschutz bei Googles eigenem Browser Chrome. Nachdem vielzählige Kritik an der fehlenden „Do Not Track“-Funktion für Chrome zu hören war, hat Google jetzt nachgegeben. Chrome war bisher der einzige Surfbrowser, der diese Funktion nicht unterstützte.

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