Vertrauliche Gespraeche von Geheimdienst enthuellt

Der Name Anonymous scheint mittlerweile weit bekannt. Der lose Zusammenschluss von Computer-Hackern hatte bereits im Jahr 2010 für Aufsehen gesorgt, als es gelang, Zugriff auf die Internetseiten von Visa und Mastercard zu nehmen. Nun gelang ihnen ein weiterer erstaunlicher Coup.

Die Hackergruppe hörte ein vertrauliches Telefongespräch zwischen den Ermittlern der US-Behörde FBI und der britischen Polizei Scotland Yard ab. In dem 17 Minuten langen Telefonat diskutierten die Ermittler über die Gruppen Anonymus, Lilzsec und deren gemeinsames Projekt “Operation Antisec“. Unter den Details über die laufenden Ermittlungen gegen Anonymus befanden sich auch Termine geplanter Festnahmen. Auch geplante Gerichtstermine wurden verlautet, bei denen es sich um die beiden Verdächtigen Ryan Cleary und Jake Davis handelt. Cleary wird vorgeworfen, für Angriffe gegen Webseiten britischer Regierungsbehörden verantwortlich zu, während Davis als einer der aktivsten Mitglieder des Kollektivs Lulzsec gilt.

Nachdem das Telefonat am 17. Januar aufgezeichnet worden sein soll, wurden die Inhalte der Konferenz ins Internet gestellt. Für jeden hörbar und zugänglich wurde die Konferenz anschließend auf Youtube veröffentlicht. Das bestätigte auch das FBI. Die Dateien seien auf illegalem Weg beschafft worden sein, so äußerte sich der FBI-Sprecher, und die Ermittlungen laufen bereits.

Doch nicht nur das Telefonat, auch eine E-mail mit dem Betreff “Anon-Lulz-International Coordination Call” wurde von dem Hacker-Kollektiv veröffentlicht. Die Nachricht beschreibt die Details des Telefongespräches und wurde an mehr als 40 Polizeibeamte in verschiedenen Ländern, darunter die Niederlande, die USA, Frankreich, Schweden und auch Deutschland.

Bislang ist noch unbekannt, wie sich die Hacker Zugang zu den vertraulichen Daten verschaffen konnten. Bislang vermutet die US-Bundesbehörde, die Gruppe habe das Zugangspasswort in einer E-Mail abgefangen und sich so in das Telefongespräch eingelinkt.

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