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Hacker-Angriff auf Washington Post

Hackerangriff: Twitter zwitschert ungewollt Informationen nach China. - Foto von: © panthermedia.net/ aleksander1

Hackerangriff: Twitter zwitschert ungewollt Informationen nach China. - Foto von: © panthermedia.net/ aleksander1

Nun auch Hacker-Angriff auf das renommierte US-amerikanische Zeitungsblatt „Washington Post“? Das vermuten jedenfalls die IT-Experten des Zeitungshauses. Die Meldung reiht sich mit Attacken auf die „New York Times“, das „Wall Street Journal“ und Social Media-Dienst Twitter ein. Woher kommt der Hass der Hacker auf den amerikanischen Journalismus?

Hacker aus China

Den Hackerattacken soll nicht nur das technische Vorgehen gemeinsam sein, sondern auch das Ursprungsland: die Volksrepublik China. Obwohl die Angriffe auf insgesamt drei große amerikanische Zeitungen erst jetzt durchsickern, gehen sie auf das Jahr 2008 oder 2009 zurück. Damals schlichen sich chinesische Hacker unbemerkt in die Computer-Netzwerke der Journalisten ein und klauten auch Administrator-Passwörter, die ihnen alle Rechte geben. Ob oder welche internen Informationen gestohlen wurden, ist laut Aussage der IT-Experten nicht zurückverfolgbar.

Aus China keine Stellungsnahme

Die eigentlichen Attacken fanden aber erst drei Jahre darauf im Jahr 2011 statt. Sie verliefen zeitgleich zu einer großen Recherche der US-amerikanischen Zeitungen über die ungleiche Vermögensverteilung in China. Denn die Familien von den führenden Staatsmännern verfügen in China über einen enormen Reichtum, während die normale Bevölkerung unter teils unmenschlichen Bedingungen leben muss. Solche Hintergründe aufzudecken, das passte der angeblich sozialistisch gesinnten Republik China natürlich nicht in ihren Kram. Obwohl die zeitlichen Parallelen der Recherche und den Attacken bestimmt kein Zufall sind, leugnet die Volksrepublik noch immer, der Cyberspionage und -Kriminalität nachzugehen.

Angriff auf Twitter

Auch der beliebte Kurzmitteilungsdienst Twitter meldete in den letzten Tagen einen Angriff, bei dem rund 250 000 Datenpaare von Nutzern gestohlen wurden. Der professionelle Angriff, der über eine Lücke der Java-Software von Oracle abgelaufen sein soll, könnte sich bald bei anderen Firmen und Plattformen wiederholen, so der Sicherheitsdirektor des US-amerikanischen Unternehmens. Betroffene User wurden schnell angeschrieben, mit einem Wechsel des Passworts sollte das eigene Profil wieder sicher sein.

Trojaner: ‘Eurograbber’ räumt Konten leer

Achtung vorm Eurograbber - Trojaner räumt Konten leer  - Foto von: © asrawolf - Fotolia.com

Achtung vorm Eurograbber - Trojaner räumt Konten leer - Foto von: © asrawolf - Fotolia.com

Viren, Trojaner und Würmer sind auf Computern nichts Neues mehr. Seit vielen Jahren müssen sich PC-Nutzer mit der Bedrohung durch Schadsoftware auseinandersetzen. Abhilfe sollen dabei vor allem Anti-Viren-Programme und Firewalls bieten. Relativ neu ist jedoch die mobile Bedrohung auf den Smartphones. Da diese jedoch im Grunde genommen nichts anderes als kleine Computer sind, können sie genauso von diesen Schädlingen befallen werden. Dass es sich dabei nicht nur um graue Theorie handelt, machten die vergangenen Wochen deutlich: Die Angriffe auf Smartphones nehmen vermehrt zu.

Vorsicht vor Eurograbber

Besonders auffallend war dabei der “Eurograbber”. Dabei handelt es sich um eine besondere Art von Schadsoftware, da sowohl PC als auch Handy infiziert werden können. Ziel der Übeltäter war es, an das Geld der Kunden zu kommen. Dies gelang ihnen mithilfe des “Eurograbbers”, und so konnten sie die Konten diverser Privatpersonen um mehr als 36 Millionen Euro erleichterten. Doch wie funktioniert dieses ausgebuffte System, und wie können Verbraucher sich dagegen schützen?

Sicherheitslücke beim mTAN-Verfahren

Es wurde eine Sicherheitslücke beim mTAN-Verfahren genutzt, das eigentlich als eines der sichersten Online-Banking-Methoden gilt. So bekamen User beim Nutzen des Online-Bankings ein Pop-Up eingeblendet, in das sie aus Gründen der Sicherheit ihre Handynummer eingeben sollten. Einige Zeit später forderte ihr Handy sie nun auf, ihr Betriebssystem zu aktualisieren. Wenn man darauf einging, war man nun dabei (ohne es zu Wissen), einen Trojaner auf das Handy zu laden. Wurde dann das Online-Konto genutzt, wurde die TAN-Nummer durch den Trojaner an eine andere Nummer weitergeleitet und ermöglichte es den Kriminellen, selbst beliebig viel Geld herunterzuladen.

Schutz nur durch Vorsicht und Anti-Viren-Programm

Schützen kann man sich vor solchen Übergriffen hauptsächlich durch zwei Dinge: Zum einen durch die Installation eines Anti-Viren-Programms auf dem Smartphone und zum anderen durch das gründliche Überlegen, ob man seine Daten wirklich in Pop-Up schreiben sollte.

‘Mini-Flame’ – Neuer Spionagevirus im Nahen osten aktiv

Spionagevirus hat bereits Schäden angerichtet - Foto von: © panthermedia.net/gualtiero boffi

Spionagevirus hat bereits Schäden angerichtet - Foto von: © panthermedia.net/gualtiero boffi

Computerviren sind eine bösartige Sache. Jeden Tag entstehen tausende neue Viren, die versuchen, anderen Systemen zu schaden. Obwohl die meisten Vieren inzwischen eigentlich Würmer sind. Die Unterscheidung ist meist nur für Experten ersichtlich, der Schaden jedoch genauso unangenehm. Der neue Virus „MiniFlame“ sorgt jetzt bei vielen IT-Experten für Kopfschmerzen.

Vor allem Computer im Nahen Osten sind betroffen

Als Nachfolger des Schadprogramms „Flame“ hat er bereits einige Rechner infiziert. Vor allem im Nahen Osten sind die Computer und ihre Daten betroffen. Und das sind keine durchschnittlichen Rechner, sondern Computer mit einigem brisanten Material auf ihren Festplatten. Er sorgt für große Sicherheitslücken und birgt das Risiko, dass wichtige Informationen in die falschen Hände geraten könnten. Das Unternehmen für IT-Sicherheit Kaspersky hatte den Virus entdeckt, und versucht nun das Schadprogramm zu beseitigen. Die Rechner, die von „Flame befallen worden sind, konnten ausspioniert und sogar ferngesteuert werden. Der Iran hatte „Flame“ für die Sabotage seiner Rechner im Öl-Ministerium verantwortlich gemacht. Es sind zurzeit wohl nur ca. 50 Computer betroffen, aber diese sind sehr wichtig für die Informationspolitik in Ländern wie dem Iran, Libyen und Kuwait, Katar sowie den Palästinenser-Gebieten. Es ist nicht ganz sicher, wie der neue Virus jetzt auf den Rechnern gelandet ist. Eventuell wurde er durch „Flame“ verbreitet. Dieses Programme, war nämlich ein ganzes Viruskit, dass die Eigenschaften eines Wurms, eines Trojaners und eines Virus in sich vereinigt hatte.

Herkunft des Virus noch unklar

Eine andere Theorie ist die Verbreitung durch das Virus „Gauss“. Dieser wurde zur Überwachung von Finanztransaktionen, E-Mail-Konten und Online-Netzwerken eingesetzt. Woher der Virus nun wirklich stammt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, aber die zuständigen Behörden sind sich sicher, dass er aus denselben Laboren ist, wie der Wurm Stuxnet. Dieser soll angeblich von den USA und Israel stammen, die das iranische Atomprogramme ausspionieren wollen. Bisher wurde sich zu diesen Vorwürfen nicht geäußert. 

“DNS-Changer” – Opfer ohne Internet

DNS-Changer: Millionen PCs infiziert, Millionen Dollar erschlichen - Foto von: © alphaspirit - Fotolia.com

DNS-Changer: Millionen PCs infiziert, Millionen Dollar erschlichen - Foto von: © alphaspirit - Fotolia.com

Behörden haben mit zahlreichen Kampagnen und Informationsseiten versucht, PC-Nutzer vom Virus „DNS-Changer“ zu befreien. Dennoch können Zehntausende ab Montag ihr Internet nicht mehr nutzen.

Millionenfache PC-Infektion

Das FBI hat sich für eine drastische aber notwendige Maßnahme entschieden. Am kommenden Montag werden die infizierten Server, die den DNS-Virus seit über einem halben Jahr online halten, abgeschaltet. Wie Betroffene mit ihren PC dann wieder in das Internet bekommen, ist fraglich. 
Schon im November 2012 kam es zur Verhaftung von sechs Kriminellen durch die US-Bundespolizei. Über vier Jahre lang verbreiteten die Kriminellen den Virus im Internet. Beispielsweise waren in den USA eine halbe Millionen Rechner befallen. Weltweit waren es insgesamt über vier Millionen in 100 Ländern. 

Kriminelle Werbung & Hinderung an Anti-Viren-Updates

Wie funktionierte der Virus? Der Virus machte sich eine Schwachstelle jedes internetfähigen Rechners zunutze, nämlich die sogenannten DNS-Einstellungen. DNS-Einstellungen weisen den Weg zu einem Ziel im Internet. Doch statt die Informationen vom eigenen Internet-Provider abzurufen, kontaktierten die infizierten Rechner die DNS-Server der Kriminellen.
Nutzer wurden auf Seiten umgeleitet, auf denen die Kriminellen eigene Werbung schalteten. Das lukrative Geschäft brachte den Viren-Programmierern 14 Millionen Dollar ein
Übernehmen andere Viren meist die Kontrolle eines Rechners, um beispielsweise an Kreditkarten-Informationen zu gelangen, erscheint der DNS-Virus zunächst harmlos. Deshalb blieb seine Existenz lange unerkannt. Zusätzlich verhinderte der Virus das Updaten von Anti-Viren-Programmen.

Das Ende des Spuks

Nach der Festnahme der Verantwortlichen, wurde die Polizei vor ein weiteres Problem gestellt: Durch das Abschalten der kriminellen Rechner, wären auf einen Schlag alle befallenen Computer vom Internet getrennt. Daraufhin installierte das FBI DNS-Server, die den Betroffenen den ursprünglichen Weg zu den Internetseiten ermöglichte. Da das FBI aber nicht zum Großprovider für virenversuchte Rechner werden wollte, kooperierten Strafermittler und Provider.
Eine Möglichkeit wäre gewesen, die befallenen Rechner wieder mit einem Programm zu infizieren, das die Einstellungen des Rechners zurücksetzt. Diese Methode wäre jedoch illegal gewesen und hätte ungeahnte Folgen für die betroffenen Nutzer. 
Auf DNSChanger.eu kann man testen, ob der eigenen Rechner vom Virus betroffen ist. Auch Google warnt künftig vor infizierten Seiten.

Alles infiziert: Dokumentarfilm “Global Viral. Die Virus-Metapher “

© nobeastsofierce - Fotolia.com

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Seit vergangenem Donnerstag läuft der Dokumentarfilm „Global viral. Die Virus-Metapher“ in den Kinos. Die Filmemacher Madeleine Dewald und Oliver Lammert haben sich mit dem Thema „Virus“ auseinandergesetzt und einen anspruchsvollen Film über Infektionen gemacht. In der Doku geht es sowohl um Computerviren als auch um biologische Viren und Sprachviren. Viren kommen in unserem Wortschatz öfter vor als alles andere.
Viren gibt es somit in jeder Form. Den Anfang machte die Pest im 14. Jahrhundert. Danach kamen einige Krankheitserreger, die es zu bewältigen gab. Heutzutage sind Viren allgegenwärtig und man kann sich überall anstecken, sogar am PC. Es gibt sogar Viren, die sich über Worte und Gedanken übertragen.
Viel interessanter als die Viren an sich, ist der Umgang mit ihnen. Ein gefundener Virus ist gefundenes Fressen für alle, die ihn ausschlachten wollen.
Die Filmemacher haben sich mit dem Kulturwort ‘Virus’ beschäftigt und festgestellt, dass außerhalb des „viralen Marketing“, der Virus gänzliche böse Assoziationen hervorruft.
Wenn ein Computer vom Virus befallen wird, dann hat das zur Folge, dass der Computer seine Funnktionsfähigkeit verliert, genauso sieht es beim Menschen aus.
Im Dokumentarfilm wird das Thema Bakteriologie aufgenommen und das Projekt „Manhattan“ aufgezeigt. Auf der anderen Seite gibt es bereits Computerprogramme, die sich selbst erneuern.
Ein Virus kann alles und jeden befallen, auch die Sprache, wie Nietzsche einst festgestellt hat. Und auch Borrough befasst sich mit der Sprache. Er fand sie steht in symbiotischer Wechselwirkung mit dem Wirt.
Dieser Film ist brisant und anspruchsvoll zugleich, manchmal vielleicht etwas zu anspruchsvoll, weswegen er sicherlich keine Rekorde brechen wird. Trotzdem ist es ein sehenswerter Film, der zum Nachdenken anregt. Ein Film, der es noch weit bringen kann.

Den Windows-PC vor Attacken schützen

© Stefan Rajewski - Fotolia.com

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PC und Sicherheit – das sind zwei Begriffe, die nicht immer zusammenpassen. Meldungen von Viren und Trojanern – und das, obwohl man dachte, der PC wäre virensicher – gibt es leider viel zu häufig. Vor ein paar Tagen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) PC-Nutzer dazu angehalten, sich besser vor Cyber-Angriffen zu schützen.

Es wurden einige Empfehlungen ausgesprochen, wie man seinen PC sicher nutzen kann. Und da kann man an sich schon Fehler bei der Nutzung von Internet-Browsern machen. Das BSI empfiehlt hier den Google Chrome Browser. Der Clou bei Chrome ist die Sandbox-Technologie, mit der man sich vor eintreffenden Daten aus dem Netz schützen kann. Der Leichtsinn der User macht es für die Täter zu einem Leichten, wenn es um das Herausspionieren von Passwörtern, Kreditkarteninformationen und Zugangsdaten generell geht.

Aber auch Familien sollten sich dem Thema annehmen. Eltern fragen ihre Kinder selten, was sie im Internet alles gesehen haben, doch das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Das Web ist quasi unendlich und so planlos, wie sich Erwachsene manchmal fühlen, so geht es auch den Kindern, nur müssen diese von ihren Eltern geschützt werden. Das hat nichts mit Kontrolle zu tun, sondern mit Hilfe beim sich Zurechtfinden.

Wer glaubt, er bräuchte keine Firewall, weil er einen Router hat, der irrt. Ein Router verhindert zwar das Eindringen von Fremden im eigenen Internet, doch wenn sich jemand in den Rechner eingehackt hat, dann bringt der Router herzlich wenig. Hierzu benötigt man auf jeden Fall eine Windows-Firewall, die verhindern kann, dass die Daten vom Rechner geklaut werden können.

Wer glaubt, er bräuchte ebenso wenig einen Virenschutz, weil er nur auf seriösen Seiten unterwegs ist, der irrt ebenfalls, denn alle Server können von einem Virus befallen werden.

Ein Virus gegen Ahmadinejad

© alphaspirit - Fotolia.com

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Es hört sich an wie Stoff für einen Science Fiction Film, oder eine Verschwörungstheorie: Die CIA, die NSA und die israelische Armee programmierten ein Virus, welches iranische Computernetzwerke ausgespäht hat, um Informationen zu liefern, welche einen späteren Cyber-Angriff ermöglichen sollten. Doch laut der US-Zeitung Washington Post ist das bereits geschehen, und zwar mit dem Virus, welcher unter dem Namen Flame bekannt ist. Auch der Stuxnet-Virus sei von den selben Akteuren entwickelt worden; es existiere eine richtige Strategie für Cyber-Angriffe gegen das Nuklearprogramm Irans. 

Russische Sicherheitsexperten der Firma Kaspersky hatten die neugierige Software entdeckt. Der Virus mit dem Namen Flame könnte laut Kaspersky in Verbindung mit dem Stuxnet-Virus stehen, denn bei beiden seien Teile des selben Codes entdeckt worden. Der Flame-Virus sei imstande, Mikrofone von Laptops dazu zu benutzen, Gespräche mitzuhören. Auch Tastatureingaben könnten abgefangen und Bildschirminhalte festgehalten werden. 

Diese vermuteten Spähangriffe kommen zu einer Zeit, in der diplomatische Verhandlungen zum Nuklearprogramm stagnieren. Iran beansprucht das Recht auf Urananreicherung für sich. Westliche Länder wollen die Sanktionen gegen das Regime verschärfen. Zu Anfang Juli traten weitere Finanz-Sanktionen und ein Ölembargo seitens der EU gegen das Land am Persischen Golf in Kraft. 

Offiziell ist der Zweck des iranischen Atomprogrammes, das Land mit Energie aus der Atomkraft zu versorgen. Tatsächlich produziert seit 2011 ein Kraftwerk elektrischen Strom für das Netz im Iran. Doch westliche Regierungen zweifeln an den friedlichen Absichten der dortigen Regierung. Maßgebend ist der Grad der Anreicherung des Urans. Für die Krebstherapie ist ein Anreicherungsgrad von 20 Prozent notwendig; für Atomwaffen ist ein Anreicherungsgrad von 85 Prozent nötig. Damit ließen sich Irans Uranminen, Atomkraftwerke und Forschungsreaktoren theoretisch tatsächlich für rein friedliche Zwecke Nutzen, so wie das in vielen anderen Ländern mit Atomkraftwerken, aber ohne Atomwaffen der Fall ist. 

Wie erkennt man einen Virus auf dem PC?

© panthermedia/net Vladimir Mucibabic

© panthermedia/net Vladimir Mucibabic

Als die Welt der Computer begann auf das Phänomen der Viren aufmerksam zu werden, hieß ein Befall mit den gemeinen Cyber-Würmer oft, dass der Rechner danach reif für die Schrottpresse war. Die damaligen Viren zielten auf lebenswichtige Funktionen innerhalb der Schaltkreise alter Rechenkisten ab und hatten nicht selten Erfolg mit ihren tödlichen Zielen. Heutzutage gehen Programmierer von Computer-Viren wesentlich diskreter vor. Breitbandinternetzugänge sind mittlerweile so verbreitet, dass sie zur Standardausrüstung eines jeden Haushalts gehören. Wichtige Geldtransaktionen und höchst-private Daten werden selbstverständlich über das Internet ausgetauscht. Es ist der Leichtsinn der User, die skrupellosen Hackern jedes Jahr Umsätze in Millionenhöhe bescheren.

Die Viren von heute arbeiten im Hintergrund. Sie sitzen innerhalb vermeintlich nützlicher Online-Tools, oder installierten Programmen, in Scripten und Add-Ons. Für Virenscanner wird es immer schwerer schlechten von gutem Code zu unterscheiden und so sitzen die Schädlinge oft monatelang unentdeckt im Quellcode und können so immensen Schaden anrichten. Nicht selten spähen sie Kreditkartennummern, Adressen, Passwörter und private Nachricht aus, die dann von Programmierer gezielt genutzt werden können, um dem entsprechenden Usern wirtschaftlich, aber auch privat zu schaden.

Ein Indiz für den Befall mit sogenannter „Malware“ (schlechter Software) kann eine Abnahme an Rechenleistung sein. Wo früher noch Browserfenster in Sekundenbruchteile aufgingen, wartet der User dann oft minutenlang gelangweilt vor dem Bildschirm und wartet bis sich das ersehnte Fenster öffnet. In diesem Falle ist es ratsam den gesamten Computer einem eingehenden Check zu unterziehen. Es gibt spezielle Programme, die oft sogar kostenfrei downloadbar sind, über die es möglich wird genau anzuzeigen, welche Programme geöffnet sind. Oft wird dies vom Windows-eigenen Task-Manager nicht ausreichend dargestellt.

Viele dieser bösartigen Programme greifen auch gezielt Virenprogramme an, um unentdeckt zu bleiben. Es lohnt sich also die Scanner auf eine boot-fähige CD zu brennen. Diese kann von der Malware nicht verändert werden und bietet somit einen besseren Schutz als herkömmliche Programme.

Viren auf dem PC – Erste Hilfe für den Rechner

© Calado - Fotolia.com

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Viren können dem Rechner das Leben schwer machen. Doch was tun, wenn der PC nicht mehr das tun möchte, was man ihm sagt und man den Verdacht nicht los wird, dass der Rechner virenverseucht ist?

Oftmals reicht es, wenn man seinen PC mit der Software durchsuchen und die Viren bereinigen lässt. Deswegen sollte Ihr erster Schritt, das Downloaden von einem Virenscanner sein. Diese gibt es in vielen Fällen schon kostenlos zum Herunterladen.
Scanner gibt es als ISO-Dateien kostenlos im Netz. Entweder sie speichern die Software auf einen USB-Stick oder über einen Doppelklick, als Datei, auf dem Rechner selbst. Beachten sie jedoch, dass sie hierfür Administratorrechte benötigen.
Wenn Sie sich für die Speicherung über einen Stick entschieden haben, benötigen Sie ein passendes Tool, das ihnen der Softwarehersteller meistens bereits mit dem Runterladen der Software, anbietet. Der USB-Rescue-Disk-Maker sichert ihnen ebenfalls zu, dass die Dateien, die Sie bereits auf ihrem Stick haben, auch erhalten bleiben.
So wird der Bootsektor auf dem Stick installiert und es werden lediglich die erforderlichen Dateien für die Rettungs-CD gespeichert. Für diesen Vorgang benötigt man einen Stick mit mindestens 200 Megabyte (MB) Speicherplatz.
Die Grundregel beim Durchkämmen des Rechners – der PC sollte nicht aus dem Betrieb heraus mit dem Virenscannen beauftragt werden. Zuvor sollte man den Rechner herunter- und wieder hochfahren. Auf diese Weise werden auch Rootkits gefunden, die im Fortlauf verloren gegangen wären.
Wird das Virus auf diese Weise nicht gefunden, sollte man über die Neubespielung des Rechners nachdenken. Die Dateien lassen sich auf einem externen Speicherplatz retten.
Wer den Virus alleine nicht finden und löschen kann, der sollte den Rechner professionell reparieren lassen. Reparaturgeschäfte gibt es in fast allen größeren Städten.

Der Miley-Cyrus-Virus

panthermedia.net Erwin Wodicka

panthermedia.net Erwin Wodicka

Vorsicht sollte bei Facebook immer groß geschrieben werden, doch in den letzten Tagen noch ein bisschen größer. Denn es kursiert ein Video, in dem Teenie-Star Miley Cyrus (19) in einem Erotik-Video eine Hauptrolle spielen soll. Mit einem Klick, wird der User jedoch auf eine Seite geschickt, auf der sich ein Trojaner befindet.

Von Facebook-Freunden wird das Video vorgeschlagen und erscheint so entweder auf Ihrer Startseite oder sogar direkt auf Ihrem Profil. Ein Bild ist zu sehen, welches auf das pornographische Video mit Miley Cyrus verweist. Mit dem Titel „Miley Cyrus 5.3.X Movier – Click to Watch the Video“ lockt der Trojaner. Auf gar keinen Fall sollten Sie auf den Link klicken. Es wird auf eine Seite geführt, die angibt, eine aktualisierte Version des Flash-Players zu benötigen. Der dafür bereitgestellte Link startet jedoch nicht den Download des Players, sondern infiziert den Computer mit einem Trojaner-Virus. Dieser späht die dortige Festplatte aus und sendet die Informationen zu seinem Schöpfer. Was dieser nun mit Ihren Informationen anstellt, bleibt ihm zu überlassen.

Falls sie doch schon auf den Link geklickt haben sollten, oder nur den Verdacht haben, mit dem Trojaner infiziert worden zu sein, sollten Sie die Internetverbindung kappen und den Rechner mit einer Antivirensoftware scannen. Außerdem sollten Sie zur Sicherheit alle Passwörter ändern (Online-Banking, E-Mail, Shopping), mit denen sie im Internet tätig waren.

Es ist immer schwierig im Vorfeld einen Trojaner zu erkennen. Hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Zur Vorbeugung von solchen Trojanern sollten Sie erst einmal überlegen, ob der Freund, unter dessen Namen etwas gepostet wird, wirklich solche Sachen verbreiten würde. Zudem sollten Sie bei verdächtigen Postings die keinen persönlichen Kommentar Ihres Kontaktes enthalten, vorsichtig sein.

Bekanntheit hatten bereits andere Spam-Aktionen auf Facebook erlangt. Angeblich konnte man herausfinden, wer die Besucher der eigenen Profilseite waren.