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Wie erkennt man einen Virus auf dem PC?

© panthermedia/net Vladimir Mucibabic

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Als die Welt der Computer begann auf das Phänomen der Viren aufmerksam zu werden, hieß ein Befall mit den gemeinen Cyber-Würmer oft, dass der Rechner danach reif für die Schrottpresse war. Die damaligen Viren zielten auf lebenswichtige Funktionen innerhalb der Schaltkreise alter Rechenkisten ab und hatten nicht selten Erfolg mit ihren tödlichen Zielen. Heutzutage gehen Programmierer von Computer-Viren wesentlich diskreter vor. Breitbandinternetzugänge sind mittlerweile so verbreitet, dass sie zur Standardausrüstung eines jeden Haushalts gehören. Wichtige Geldtransaktionen und höchst-private Daten werden selbstverständlich über das Internet ausgetauscht. Es ist der Leichtsinn der User, die skrupellosen Hackern jedes Jahr Umsätze in Millionenhöhe bescheren.

Die Viren von heute arbeiten im Hintergrund. Sie sitzen innerhalb vermeintlich nützlicher Online-Tools, oder installierten Programmen, in Scripten und Add-Ons. Für Virenscanner wird es immer schwerer schlechten von gutem Code zu unterscheiden und so sitzen die Schädlinge oft monatelang unentdeckt im Quellcode und können so immensen Schaden anrichten. Nicht selten spähen sie Kreditkartennummern, Adressen, Passwörter und private Nachricht aus, die dann von Programmierer gezielt genutzt werden können, um dem entsprechenden Usern wirtschaftlich, aber auch privat zu schaden.

Ein Indiz für den Befall mit sogenannter „Malware“ (schlechter Software) kann eine Abnahme an Rechenleistung sein. Wo früher noch Browserfenster in Sekundenbruchteile aufgingen, wartet der User dann oft minutenlang gelangweilt vor dem Bildschirm und wartet bis sich das ersehnte Fenster öffnet. In diesem Falle ist es ratsam den gesamten Computer einem eingehenden Check zu unterziehen. Es gibt spezielle Programme, die oft sogar kostenfrei downloadbar sind, über die es möglich wird genau anzuzeigen, welche Programme geöffnet sind. Oft wird dies vom Windows-eigenen Task-Manager nicht ausreichend dargestellt.

Viele dieser bösartigen Programme greifen auch gezielt Virenprogramme an, um unentdeckt zu bleiben. Es lohnt sich also die Scanner auf eine boot-fähige CD zu brennen. Diese kann von der Malware nicht verändert werden und bietet somit einen besseren Schutz als herkömmliche Programme.

Der Miley-Cyrus-Virus

panthermedia.net Erwin Wodicka

panthermedia.net Erwin Wodicka

Vorsicht sollte bei Facebook immer groß geschrieben werden, doch in den letzten Tagen noch ein bisschen größer. Denn es kursiert ein Video, in dem Teenie-Star Miley Cyrus (19) in einem Erotik-Video eine Hauptrolle spielen soll. Mit einem Klick, wird der User jedoch auf eine Seite geschickt, auf der sich ein Trojaner befindet.

Von Facebook-Freunden wird das Video vorgeschlagen und erscheint so entweder auf Ihrer Startseite oder sogar direkt auf Ihrem Profil. Ein Bild ist zu sehen, welches auf das pornographische Video mit Miley Cyrus verweist. Mit dem Titel „Miley Cyrus 5.3.X Movier – Click to Watch the Video“ lockt der Trojaner. Auf gar keinen Fall sollten Sie auf den Link klicken. Es wird auf eine Seite geführt, die angibt, eine aktualisierte Version des Flash-Players zu benötigen. Der dafür bereitgestellte Link startet jedoch nicht den Download des Players, sondern infiziert den Computer mit einem Trojaner-Virus. Dieser späht die dortige Festplatte aus und sendet die Informationen zu seinem Schöpfer. Was dieser nun mit Ihren Informationen anstellt, bleibt ihm zu überlassen.

Falls sie doch schon auf den Link geklickt haben sollten, oder nur den Verdacht haben, mit dem Trojaner infiziert worden zu sein, sollten Sie die Internetverbindung kappen und den Rechner mit einer Antivirensoftware scannen. Außerdem sollten Sie zur Sicherheit alle Passwörter ändern (Online-Banking, E-Mail, Shopping), mit denen sie im Internet tätig waren.

Es ist immer schwierig im Vorfeld einen Trojaner zu erkennen. Hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Zur Vorbeugung von solchen Trojanern sollten Sie erst einmal überlegen, ob der Freund, unter dessen Namen etwas gepostet wird, wirklich solche Sachen verbreiten würde. Zudem sollten Sie bei verdächtigen Postings die keinen persönlichen Kommentar Ihres Kontaktes enthalten, vorsichtig sein.

Bekanntheit hatten bereits andere Spam-Aktionen auf Facebook erlangt. Angeblich konnte man herausfinden, wer die Besucher der eigenen Profilseite waren.

Neue Internetgefahr: “Drive-by-Spam”

© MASP - Fotolia.com.jpg

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Es ist ein Fluch mit diesen Mails. Keiner weiß so richtig, woher sie kommen und warum der Mail-Account schon wieder voll ist und geleert werden muss. Meldet man sich von den vielen Maillisten ab, dauert es nicht lange bis wieder neue auftauchen – manchmal sogar von den selben Anbietern. Ein Graus, mit was man sich da herumschlagen muss. Und als ob das noch nicht ausreichen würde, gibt es dann auch noch Spam-Mails. Diese sind meist gefährlich. 

Nun, gut einen Monat ist es her, da rollte eine Welle von “Sie haben Post!” durch die Mailaccounts dieser Welt. Eine Mail mit der Betreffzeile “Banking security update” wurde herumgeschickt. Doch sobald diese geöffnet wird, ist es schon zu spät. Der Spam war erfolgreich und sucht schon die ersten Schwachstellen ab, die sich im Computer befinden. Sicherlich handelte es sich bei der angesprochenen Mail nur um eine englischsprachige Mail, die auch nur den englischsprachigen Raum erreicht haben dürfte, allerdings gehen Sicherheits-Experten nun davon aus, dass auch regional solche Mails ihren Weg in den Umlauf und zum Mail-Account finden könnten. 

Die Mail macht sich eine Einstellung des Accounts zu Nutzen. Hierbei verschleiert sie einfach ihren HTML-Code via Javascript. Hat sich der Spam erst einmal in das System eingefressen und den Computer gescannt, so ist es schwer, ihn wieder von der Datenbank des Computers zu bekommen. Meist ist der Schaden sogar so groß, dass alles komplett neu geladen werden muss.

Wichtig ist noch einmal zu wissen, dass man aus den angesprochenen Gründen keine Mail öffnen sollte, die man nicht auf den ersten Blick als “seriös” einstuft, weil sich dahinter eine schädliche Software verbergen könnten. Wenigstens etwas gutes hat ein überfüllter Mail-Account dann: Denn wenn das Postfach voll ist, kommt man sicherlich nicht dazu, sich die ganzen Werbemails durchzulesen und zu öffnen und löscht sie so auf einen Schlag – zumindest wenn man sich vorher die Betreffzeile angeschaut hat.