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Aufruhr bei WoW – Hacker löschen Bevölkerung von Azeroth aus

Ein Hacker meuchelte sich als Level-1-Priester durch Azeroth - Foto von: © panthermedia.net / Sergey Peterman

Ein Hacker meuchelte sich als Level-1-Priester durch Azeroth - Foto von: © panthermedia.net / Sergey Peterman

Und plötzlich sahen die Städte aus wie von allen guten Geistern verlassen. In der World of Warcraft-Welt Azeroth fühlten sich unzählige Spieler wie von einer tödlichen Epidemie heimgesucht und trauten ihren Augen nicht.

Plötzliches Unheil über Azeroth

Auf dem Planeten Azeroth leben zahllose Völker und Stämme in einem mehr oder weniger geordneten Miteinander in ihren Städten und Dörfern zusammen. Jeder erlebt seine Abenteuer und versucht, sich so gut wie möglich in diesem fantastischen WOW-Universum zu behaupten.
Doch plötzlich geschah Schockierendes: Ein unscheinbarer Priester der Stufe 1 löschte in den Städten Stormwind, Dreanor, Orgrimmar, Ragnaros, Tarren Mill und Twisting Nether massenweise Charaktere aus, unabhängig von ihrer Stärke und anderen lebenserhaltenden Attributen.

Die WOW-Welt war in Aufruhr, denn einen Hacker-Angriff von solch einem apokalyptischen Ausmaß hatte es bis dahin noch nicht gegeben. Es spielte auch keiner Rolle, ob die Charaktere von Spielern gesteuert wurden oder ob es sich schlicht um NPCs handelte, keiner war von der mörderischen Aura des Priesters gefeit.

Warum die Aktion?

Spielehersteller Blizzard äußerte sich kleinlaut zu dem Vorfall und versprach, dass es zu solch einem Angriff von außen auf die beliebte Fantasy-Welt nicht mehr kommen würde. Der Exploit hatte sich eine Sicherheitslücke im weit verzweigten System zu Nutze gemacht. Die Frage bleibt bei solchen Aktionen immer, was der Hacker für Vorteile daraus zieht eine ganze Spielewelt dem Erdboden gleich zu machen.

Inzwischen ist auf Azeroth wieder Ruhe und Normalität eingekehrt, das virtuelle Leben findet wieder statt. Sollten User Informationen zu dem Hacker-Angriff haben, gleich aus welcher Quelle und aus welchen Gründen, sind diese dazu aufgerufen, sich direkt an Blizzard zu wenden: hacks@blizzard.com

Julian Assange: Buch über Netzpolititik geplant

In dem Buch mit dem Titel „Cypherpunks: Freedom and the Future of the Internet“ geht es um die Freiheit im weltweiten Datennetz, Datenschutz und Einflussnahme von Großunternehmen. - Foto von: © panthermedia.net/wklzzz (wu kailiang)

In dem Buch mit dem Titel „Cypherpunks: Freedom and the Future of the Internet“ geht es um die Freiheit im weltweiten Datennetz, Datenschutz und Einflussnahme von Großunternehmen. - Foto von: © panthermedia.net/wklzzz (wu kailiang)

Es mehren sich die Gerüchte, dass der Wikileaks-Gründer Julian Assange gemeinsam mit drei anderen Aktivisten aus der Hacker-Szene ein Buch über Gegenwart und Zukunft der Netzpolitik veröffentlichen wird. Es soll am 26. November unter dem Titel „Cypherpunks: Freedom and the Future of the Internet“ erscheinen. Es geht darin um die Freiheit im weltweiten Datennetz und Formen des dadurch ermöglichten Widerstands gegen etablierte Strukturen und Instuitutionen.

Als Co-Autoren fungieren der Tor-Entwickler und Wikileaks-Aktivist Jacob Applebaum (USA), Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club (BRD) und der Netzpolitik-Aktivist Jeremie Zimmermann (FRA), allesamt von Assange als innovative Denker und kampferprobte Gesellen auf den Schlachtfeldern des Cyberspaces beschrieben. Der Inhalt des Buches basiert laut der Aussage von Zimmermann auf einer Folge der TV-Sendung „The World Tomorrow“ von Julian Assange, in der die Autoren erstmals aufeinandertrafen und ihre Thesen entwickelten.

Es geht um Themen wie den Datenschutz, Einflussnahme von Großunternehmen auf politische Entscheidungen, Formen der digitalen Bürgerbeteiligung und Protestformen, Transparenz und vieles mehr. Die Inhalte aus der Sendung sind jedoch nur in etwa die Hälfte des Inhalts des Buches, die Themen werden viel tiefgründiger und umfassender behandelt. Es geht in erster Linie um die Zukunft des Internets, dass nach Assanges Ansicht bedroht ist von Zensur und Überwachungsmechanismen.
Es gilt, eine breite Öffentlichkeit über die Vorgänge und die jetzige Situation zu informieren, um eine bislang nur von Experten geführte Diskussion auch dem Durchschnitts-Surfer nahezubringen. Die Anregung zu dem Buch ging offenbar von Assange aus, so jedenfalls ein Sprecher des Verlags OR Books. Assange hat offenbar auch einen Vorschuss erhalten, über die Höhe der Zuwendung wurde allerdings Stillschweigen vereinbart. Über eine Übersetzung des Buchs in andere Sprachen ist noch nichts bekannt, es wird jedoch in englischer Sprache als herkömmliches Buch und auch als eBook erscheinen.

Facebook – Wie unsicher sind unsere Daten?

Sicherheitslücke bei Facebook - Foto von: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Sicherheitslücke bei Facebook - Foto von: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Und wieder erreicht uns die Nachricht einer Sicherheitslücke bei Facebook.
Diesmal geht es um unsere Telefonnummern, welche sich scheinbar relativ leicht auslesen lassen. Anhand eines leichten Scripts kann ein Hacker auf sämtliche Telefonnummern zugreifen, wenn die Sicherheitseinstellungen des Nutzers nicht dementsprechend angepasst sind.
Der Fehler liegt insbesondere darin, dass Facebook die Suchanfragen laut dem Sicherheitsexperten Surya Prakash nicht zu limitieren scheint. Unter diesen Umständen wäre folgendes Szenario möglich.
Hacker könnten sich mithilfe eines schnell geschriebenen Scripts eine Liste mit Handynummern generieren. Mithilfe von Facebook wäre es ein Kinderspiel, die dazugehörigen Daten herauszufinden. Würden sie diese Daten auf dem Schwarzmarkt anbieten, würden sie sicher einige Abnehmer finden.

Prakash teilte Facebook bereits im August seine Entdeckung mit. Diese Aussage wurde jedoch von Facebook vorerst als falsch abgestempelt. Wie Prakash herausfand, ist die Limitierung zum Beispiel auf der mobilen Version von Facebook nicht gegeben.

Tyler Borland, ebenfalls Sicherheitsexperte unternahm einen weiteren versuch auf diesem Gebiet. Laut seinern aussage it es möglich mindestens zehn Suchanfragen zur selben Zeit bei Facebook zu stellen. Mit seinem Script war es ausserdem möglich pro Sekunde erhielt er den Namen zu einer Telefonnummer. Würde man das einmal hochrechen und sich ein Angreifer die Mühe machen mithilfe eines verbesserten Scripts in einem Botnetzwerk ca. 100.000 Rechnern laufen zu lassen, wäre es ihm innerhalb von Tagen möglich sämtliche Telefonnummern einem Facebookprofil zuzuordnen.

Mittlerweile hat Facebook die Sicherheitslücke eigenen Angaben nach bereits geschlossen. Trotzdem sollten Sie mit ihren Einstellungen lieber auf Nummer sicher gehen. Es reicht nämlich nicht aus wenn Sie die Sichtbarkeit ihrer Telefonnummer unter „Informationen bearbeiten“ auf „Nur ich„ gestellt wurde. Sie müssen zusätzlich in Ihren „Privatsphäre-Einstellungen“ unter dem Punkt „Funktionsweise von Verbindungen“ die „Einstellungen bearbeiten“ von „alle“ auf „Freunde“ oder „Freunde von Freunden“ stellen.

‘Mini-Flame’ – Neuer Spionagevirus im Nahen osten aktiv

Spionagevirus hat bereits Schäden angerichtet - Foto von: © panthermedia.net/gualtiero boffi

Spionagevirus hat bereits Schäden angerichtet - Foto von: © panthermedia.net/gualtiero boffi

Computerviren sind eine bösartige Sache. Jeden Tag entstehen tausende neue Viren, die versuchen, anderen Systemen zu schaden. Obwohl die meisten Vieren inzwischen eigentlich Würmer sind. Die Unterscheidung ist meist nur für Experten ersichtlich, der Schaden jedoch genauso unangenehm. Der neue Virus „MiniFlame“ sorgt jetzt bei vielen IT-Experten für Kopfschmerzen.

Vor allem Computer im Nahen Osten sind betroffen

Als Nachfolger des Schadprogramms „Flame“ hat er bereits einige Rechner infiziert. Vor allem im Nahen Osten sind die Computer und ihre Daten betroffen. Und das sind keine durchschnittlichen Rechner, sondern Computer mit einigem brisanten Material auf ihren Festplatten. Er sorgt für große Sicherheitslücken und birgt das Risiko, dass wichtige Informationen in die falschen Hände geraten könnten. Das Unternehmen für IT-Sicherheit Kaspersky hatte den Virus entdeckt, und versucht nun das Schadprogramm zu beseitigen. Die Rechner, die von „Flame befallen worden sind, konnten ausspioniert und sogar ferngesteuert werden. Der Iran hatte „Flame“ für die Sabotage seiner Rechner im Öl-Ministerium verantwortlich gemacht. Es sind zurzeit wohl nur ca. 50 Computer betroffen, aber diese sind sehr wichtig für die Informationspolitik in Ländern wie dem Iran, Libyen und Kuwait, Katar sowie den Palästinenser-Gebieten. Es ist nicht ganz sicher, wie der neue Virus jetzt auf den Rechnern gelandet ist. Eventuell wurde er durch „Flame“ verbreitet. Dieses Programme, war nämlich ein ganzes Viruskit, dass die Eigenschaften eines Wurms, eines Trojaners und eines Virus in sich vereinigt hatte.

Herkunft des Virus noch unklar

Eine andere Theorie ist die Verbreitung durch das Virus „Gauss“. Dieser wurde zur Überwachung von Finanztransaktionen, E-Mail-Konten und Online-Netzwerken eingesetzt. Woher der Virus nun wirklich stammt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, aber die zuständigen Behörden sind sich sicher, dass er aus denselben Laboren ist, wie der Wurm Stuxnet. Dieser soll angeblich von den USA und Israel stammen, die das iranische Atomprogramme ausspionieren wollen. Bisher wurde sich zu diesen Vorwürfen nicht geäußert. 

Computerspiele gefährden PC-Sicherheit

PC-Spieler sollten sich schützen - Foto von: © panthermedia.net/Sean Gladwell

PC-Spieler sollten sich schützen - Foto von: © panthermedia.net/Sean Gladwell

Experten auf dem Gebiet der Computersicherheit warnen derzeit vor den Risiken der Nutzung von etablierten Spieleplattformen wie Steam, Uplay, Origin und Co. Über diese Plattformen lassen sich Spiele sehr günstig und unproblematisch erwerben und auch spielen, sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Große Sicherheitslücken auf Spieleplattformen entdeckt

Jetzt entdeckten die Mitarbeiter von heise.de aber auch schwerwiegende Sicherheitslücken. Sie empfehlen hinsichtlich dieser Lücken eine Trennung der Plattform-Daten vom eigentlichen System. Am einfachsten lässt sich dies durch die Einrichtung eines eigens für Spiele bestimmten Benutzerkontos bewerkstelligen. Die sicherere Variante ist eine zweite Windows-Installation auf dem Rechner. Wer sich überhaupt keine Sorgen mehr machen will und über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, kann sich auch einen Zweit-Rechner einrichten, der ausschließlich zum Spielen verwendet wird und nicht mit den anderen Computern im Haushalt verbunden ist.
Die Sicherheitsfirma Revuln hat die Spiele-Plattform Steam überprüft und eine gefährliche Lücke im System entdeckt. Diese macht es Hackern möglich, mit Hilfe von präparierten Web-Seiten und Steam auf fremde Rechner zuzugreifen und diese zu manipulieren. Besonders Mac-Besitzer seien von dieser Lücke bedroht. Durch die Nutzung des Browsers Safari, der derzeit, im Gegensatz zu anderen etablierten Web-Browsern wie Chrome, Firefox oder Internet Explorer, Befehle von Steam ans System ausführt, ohne den Nutzer um Einverständnis zu fragen.

Apple-User insgesamt vor Hackern gut geschützt

Ansonsten müssen sich die Apple-User allerdings weniger Sorgen um ihr System machen. Das Betriebssystem in der aktuellen Version OS X Mountain Lion verfügt über einen primären, einfachen Schutz gegen Schädlinge. Die ins System integrierte Personal Firewall sollte aktiviert werden und es empfiehlt sich, den Rechner regelmäßig mit aktuellen Updates auf den neuesten Stand zu bringen. Dies lässt sich auch automatisch über eine Veränderung in den Systemeinstellungen durchführen. Hält man sich an diese Ratschläge, ist der Rechner vor einfachen Manipulationen sicher und der User kann ohne Bedenken im Internet umhersurfen, ohne sofort ein Opfer von Kriminellen zu werden.

Android – Sicherheitslücke wird zum Skandal

Weil Smartphones mehr sind, als nur ein Handy zum Telefonieren, sind sie auch für Internet-Viren empfänglich. - Foto von: © Ben Chams - Fotolia.com

Weil Smartphones mehr sind, als nur ein Handy zum Telefonieren, sind sie auch für Internet-Viren empfänglich. – Foto von: © Ben Chams – Fotolia.com

Immer häufiger hört man von Sicherheitsproblemen im Zusammenhang mit Smartphones. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten Besitzer eines i-Phone, Galaxy oder anderen Geräts ihr Smartphone noch wie ein Handy behandeln. Es ist also ratsam, wenn man auf seinem Smartphone ebenso eine Sicherheitssoftware installiert hat, wie auf dem eigenen Rechner.

Dadurch ist man jedoch nicht immer hundertprozentig abgesichert, denn manchmal kann das Problem auch unabsichtlich durch einen Anbieter verursacht worden sein. So haben derzeit viele User, die auf ihrem Smartphone ein Android-Betriebssystem haben, große Bedenken was ihre Sicherheit angeht. Denn in letzter Zeit häufen sich Meldungen, nach denen es externen Angreifern gelingt, die Daten auf einem Samsung Galaxy S3 nicht nur aus der Ferne löschen zu können, sondern auch die SIM-Karte zu sperren. Der Trick dahinter ist, dass Hacker gewisse Webseiten errichten, welche die Geräte nach den „Unstructured Supplementary Service Data“ oder auch USSD-Codes fragen, wenn diese besucht werden. Das Smartphone sendet dann diese Daten, die dazu benutzt werden können, das Smartphone aus der Entfernung zu hacken. In der Regel muss man die Herausgabe der Codes erst selbst bestätigen, doch die Geräte mit Android-Nutzung versagen genau bei diesem Vorgang.

Nachdem man am Anfang davon ausgegangen ist, dass lediglich die Geräte von Samsung betroffen wären, hat sich das Problem nun auch bei HTC eingestellt. Alle, die sich fragen, ob ihr Gerät auch betroffen ist, können jetzt auf einen Test zurückgreifen, der im Browser des Smartphones aufgerufen werden kann. Betroffen von der Sicherheitslücke ist man dann, wenn anschließend die Tastatur zum Wählen einer Telefonnummer und zugleich die IMEI-Nummer in einem Pop-Up angezeigt wird. Falls einfach nur die *#06#* angezeigt wird, ist man laut Test nicht betroffen. Samsung hat bereits ein Update bereitgestellt, welches die relevanten Smartphones wieder sicher machen soll.

Microsoft: Sicherheitslücke geschlossen

Microsoft schließt Sicherheitslücke beim Internet Explorer - Foto von: © maxkabakov - Fotolia.com

Microsoft schließt Sicherheitslücke beim Internet Explorer - Foto von: © maxkabakov - Fotolia.com

Softwareriese Microsoft hält ein umfangreiches Update für die aufgetretene Sicherheitslücke im Internet Explorer bereit, das am Donnerstag runterzuladen sein soll. Es sei einfacher zu installieren als die bisherige Übergangslösung, ließ der Konzern in einem Blog wissen. Diese Übergangslösung beinhaltete eine Änderung der Einstellungen und der Installation der Softwarekomponente EMET (Enhanced Mitigation Experience Toolkit) – fachkundige PC-User wussten damit etwas anzufangen, der Rest der Welt wohl eher nicht.

Von dem Sicherheitsleck, durch das ein Computer mit einem Trojaner (versteckte Software, die z. B. Daten sammelt und klaut) infiziert werden kann – es reicht bereits der Aufruf einer mit Schadsoftware präparierten Homepage –, sind die Internet Explorer (I.E.) Versionen 7 und 8 unter Windows XP bzw. die Versionen 8 und 9 unter dem noch aktuellen Microsoft Betriebssystem Windows 7 betroffen. Den I.E. 10, der zusammen mit Windows 8 Ende Oktober auf den Markt kommt, betrifft dies nicht – er ist anders konzipiert.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät daher Internet-Usern, die den Explorer verwenden, so lange auf andere Browser umzusteigen, bis Microsoft das Problem restlos und nachweisbar behoben hat.

Microsoft teilte indes mit, dass bisher nur wenige Nutzer Ziel einer Attacke geworden seien. Zum Glück …! Das ab Donnerstag zur Verfügung stehende Sicherheits-Patch soll die aufgetretene Lücke nun vollends schließen.

In Deutschland nutzen derzeit rund 31 Prozent aller Internetuser zum Browsen im Netz Microsofts Explorer. Die meisten Deutschen, über 35 Prozent, setzen jedoch auf den Firefox von Mozilla, den es seit 2004 gibt. Er ist für viele übersichtlicher, einfacher zu bedienen und vor allem sicherer.
Weltweit hat jedoch nach wie vor der Internet Explorer die Nase vorn – über 53 Prozent der User nutzen ihn. Auf Platz drei im weltweiten sowie Deutschlandweiten „Browser-Ranking“ liegt Googles Chrome.

Viren ab Werk

 

Achtung! Viren übertragen sich häufig über einen USB-Stick - Foto von: © panthermedia.net/ 172147 (luca de polo)

Achtung! Viren übertragen sich häufig über einen USB-Stick - Foto von: © panthermedia.net/ 172147 (luca de polo)

Wieder einmal streikt der Computer. Viren sind lästig und können großen Schaden anrichten. Genau deshalb wird seit vielen Jahren geraten, nicht auf Websites zu gehen, die man nicht kennt, und noch viel wichtiger: Ein Anti-Viren-Schutzprogramm ist nunmehr stille Pflicht in privaten sowie kommerziellen Computern. Doch was passiert, wenn man einen Computer kauft, bei dem ab Werk schon ein Virus installiert ist?

In einigen chinesischen Städten sind genau solche Fälle aufgefallen. Die Sicherheitsexperten von Microsoft haben Rechner gekauft, auf denen raubkopierte Windowsversionen aufgespielt waren, die mit einem Virus untersetzt waren. Im Zuge dessen ist es Microsoft gelungen, einen Schlag gegen die Nitol-Botnetze zu veranlassen. So soll ein Gericht des US-Bundesstaates Virginia am 10. September das Urteil gefällt haben, dass Microsoft die Domain, welche zur Verbreitung der Schadsoftware diente, zu beschlagnahmen. Bereits seit August 2011 sollen die Ermittlungen laufen, bei der Microsoft gezielt Testkäufe in chinesischen Gebieten tätigte. Dabei konnte man die Domain 3322.org zurückverfolgen, die Microsoft nach Genehmigung nun übernommen hat. Darüber wurden 500 verschiedene Malware verbreitet, mitunter Schadsoftware, mit der Kriminelle Tastaturen, Kameras und Mikrofone von Rechnern einsehen und benutzen konnten, um ihre Opfer auszuspionieren. Sobald der Virus auf dem Gerät aktiv wurde, verbreitete er sich durch USB-Speichergeräte.

Ein weiterer Schlag gelang dem FBI im Fall Anonymous. Laut Berichten soll der inoffizielle Sprecher von Anonymous, Barret Brown, bei einem Videochat festgenommen worden sein, während er einem FBI-Agenten drohte. Erfreulich ist auch der Erfolg zum Thema Datenschutz bei Googles eigenem Browser Chrome. Nachdem vielzählige Kritik an der fehlenden „Do Not Track“-Funktion für Chrome zu hören war, hat Google jetzt nachgegeben. Chrome war bisher der einzige Surfbrowser, der diese Funktion nicht unterstützte.

Google: Lizensierungspflicht abgelehnt

Google - Foto von: © panthermedia.net/Ingvar Björk

Google - Foto von: © panthermedia.net/Ingvar Björk

Google wehrt sich drastisch gegen den Gesetzesentwurf für ein Leistungsschutzrecht. Zumindest mit Worten bezieht Google eine ganz klare Position. Google-Sprecher Kay Oberbeck sagt, dass Google derartige Lizenzierungen rigoros ablehnt. Das Leistungsschutzrecht soll Suchmaschinen zu einer Gebühr für die gewerbliche Nutzung von Presseinhalten verpflichten. Google listet in der Suchmaschine kurze Textanrisse von Pressinhalten auf. Dafür bezahlt Google bislang nichts. Darüber sind Verlage und Presseunternehmen empört, denn schließlich müssen sie für diese Presseinhalte arbeiten oder arbeiten lassen. Die schwarz-gelbe Regierung gibt ihnen Recht und hat nun den Gesetzentwurf trotz des Widerstandes von Google beschlossen.

Google wird keine Lizenzen bezahlen, so das Unternehmen. Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnte Google einfach die Textanrisse aus dem Suchergebnis nehmen. Das hat das internationale Unternehmen bereits in Belgien getan. Dort klagte die Verwertungsgesellschaft Copiepresse wegen der Textanrisse gegen Google. Daraufhin flog die belgische Presse ganz aus den Suchergebnissen. Das besann die Verleger, sodass nun wieder alles beim Alten ist. Ähnlich könnte es auch hier in Deutschland verlaufen. Obwohl sich jetzt noch die Verlegerverbände über den Gesetzentwurf freuen. VDZ und BDZV sehen ein effizientes Leistungsschutzrecht für notwendig. Sie wollen mit dem Gesetz, das sie der Regierung nahe gelegt haben, die Arbeit der Verleger und Journalisten besser schützen.

Ob das Gesetzt so in Kraft tritt, bleibt noch abzuwarten. Änderungen können in Plenum und Fachausschüssen noch vorgenommen werden, zumal selbst in der Regierung das Gesetz umstritten ist. Der Arbeitskreis für Netzpolitik in der CSU versteht den Entwurf als „keine gute Lösung“. Damit ist der Arbeitskreis den Politikern aus SPD, Grüne und Linke – ganz zu schweigen von der Piratenpartei – in diesem Thema näher als den Parteikollegen aus den eigenen Reihen.

Das überarbeitete Leistungsschutzrecht: Pro und Contra

Der Entwurf für das Leistungsschutzgesetz polarisiert - Foto von: © Pavel Ignatov - Fotolia.com

Der Entwurf für das Leistungsschutzgesetz polarisiert - Foto von: © Pavel Ignatov - Fotolia.com

Blogger können sich freuen. Der gefürchtete Gesetzesentwurf des Leistungsschutzrechtes für Presseverleger fällt nun für Blogger wie auch Vereine, Verbände und andere ehrenamtliche, private oder gewerbliche Nutzer positiv aus. Zuerst aber: Was ist eigentlich das Leistungsschutzrecht für Presseverleger? Kreative Werke wie Texte, Musik und andere Schutzgegenstände sind durch das Urheberrecht bereits geschützt. Nun möchten Presseunternehmen sicherstellen, dass ihr Angebot auch vor dem Kopieren geschützt wird. Das würde heißen: Jeder, der journalistische Texte zitiert oder auf sie verlinkt, müsste zukünftig Lizenzgebühren zahlen. Im ersten Gesetzesentwurf sollen nun nur diejenigen Anbieter von Suchmaschinen und ähnlichen Dienstleistungen im Netz, die Inhalte entsprechend einer Suchmaschine aufbereiten, von den Gebühren betroffen sein.

Gesetzesentwurf unter Beschuss

Google ist das Unternehmen, das am stärksten vom Gesetz betroffen ist. Der Suchmaschinen-Anbieter warnt vor schweren Schaden gerade für die Verlage. Denn dank der Suchmaschine Google werden Kunden von der Suchmaschine auf die Verlagsseiten geleitet. Auch Bitkom, der Internet-Branchenverband, ist gegen die Einführung des Gesetzes. Der Verband fürchtet einen Behinderung der deutschen Internetwirtschaft, da es zu Rechtsstreitigkeiten und Unsicherheiten führt. In der Politik stößt der Gesetzesentwurf auch auf Kritik. Die Opposition mit SPD und Grünen an der Spitze sprechen von einem „unsinnigen Vorhaben“ und von einem „Zeugnis politischer Ignoranz“.

Presse reagiert positiv

Für das Gesetz sprechen sich die Verbände der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger aus. VDZ und BDZV sehen so Journalisten besser geschützt. Nach der kürzlichen Änderungen des Gesetzesentwurf unterstützt auch der Bundesverband der Freiberufler das Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse. Für die Freiberufler darf die Lizensierungspflicht allerdings nicht zu einem Kostenrisiko werden.

Wer nun von den Lizenzgebühren betroffen sein wird und ob die Aussparung des Gesetztes auf Blogger, Verbände, Rechtsanwaltskanzleien und ehrenamtliche Nutzer beschränkt bleibt, ist abzuwarten. Bis jetzt bleibt das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ein Entwurf der rot-schwarzen Regierung.