Kreditkartendaten von Hackern ausgespäht

Immer mehr Menschen zahlen ihre Einkäufe mit einer Kreditkarte. In den vergangenen Wochen gab es aber viele Meldungen über Datenmissbrauch oder Betrügereien bei Kreditkarten. Scheinbar ist die Kreditkartenbranche in den USA nun erneut einem Hacker-Angriff zum Opfer gefallen. Der Hackerangriff hält nicht nur einige große Kreditkartenanbieter in den USA in Atem, sondern auch ihre Kunden. US-Kreditkartenbesitzer müssen wegen der Hacker-Attacke befürchten, dass ihre Kreditkartendaten ausgespäht wurden und auf ihre Kosten eingekauft wird.

Der Hackerangriff wurde bekannt als der Zahlungsdienstleister Global Payments mitteilte, dass es bereits Anfang März einen unberechtigten Zugang zu ihrem System gab. Im Anschluss daran bestätigte ein Sprecher, dass der US-Gemeindienst mit der Untersuchung des Falls beschäftigt ist. Am vergangenen Freitag haben auch die Kartenanbieter Visa, American Express, MasterCard und Discover Financial Services bestätigt, dass sie vom neuesten Datenklau betroffen sind. Betroffen sind aber auch weitere Banken, die mit den genannten Anbietern im Kreditkartengeschäft zusammen arbeiten.

Noch ist unklar, welche und wie viele Kreditkartenbesitzer betroffen sind. Optimistischen Schätzungen von Analysten zufolge geht die Zahl der Betroffenen in die Zehntausende. Die von ihnen geschätzte Zahl der Betroffenen fällt so gering aus, da der Anbieter Global Payments, der als Erster angegriffen wurde, einer der kleineren Anbietern in der Zahlungsdienstleister-Branche ist. Der berühmte Internet-Blog „Krebs on Security“, der als Erster über den Datenklau berichtete, hält diese Einschätzung aber für viel zu gering. Er geht von mehr als zehn Millionen Opfer des Angriffs aus.

Normalerweise werden Kreditkartenbesitzer entschädigt, wenn es zu betrügerischen Einkäufen mit ihrer Kreditkarte gekommen ist. Leidtragend sind dann die Einzelhändler, die diese Zahlungen übernehmen müssen. Experten sind der Meinung, dass in dem vorliegenden Fall auf Visa- und Master-Card-Kunden keine Kosten zukommen werden. Trotzdem warnte die Kreditkartenbranche ihre Kunden vor dem Datenklau. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich bei seiner Bank erkundigen, ob er sich ein Limit der Einkäufe über seine Kreditkarte einrichten lässt.

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