Facebook macht User zu Verrrätern

Bespitzelung 2.0 hat begonnen. Bei Facebook sollen sich Freunde gegenseitig verpetzen. Wie und warum? Nun derzeit tauchen Umfragen auf Facebook auf, die Nutzer zu Freunden und ihren Nutzernamen befragen. So sollen sie preisgeben, ob Freund XY tatsächlich mit vollem Namen „BlaBlondy“ heißt oder nicht. Sinn und Zweck ist hierbei die Erstellung eines Melderegisters, dessen Angaben auf realen Namen und anderen Daten basieren sollen. Pseudonyme werden bei Facebook nicht gern gesehen. Tatsächlich soll Facebook Nutzer löschen, wenn sie merken, dass die Person eines Accounts keinen realen Namen benutzt. Dieser wird auch erst wieder freigeschaltet, wenn er sich mit seinem eigenen Namen anmeldet und dem dazugehörigen Pass oder Personalausweis zeigt.

Das klingt alles nach Mitteln eines Polizeistaates und wird trotzdem von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt geduldet. Facebook selbst verteidigt sich folgendermaßen. Man möchte den Nutzern mehr Sicherheit bieten. Dabei bedenkt Facebook anscheinend nicht, dass einige der Facebooknutzer aus gutem Grund ihren reellen Namen nicht preisgeben. So gibt es Stalkingopfer oder politisch verfolgte Menschen, die nicht gefunden werden wollen. Aber auch diejenigen, die ihre Daten nicht weitergeben möchten, weil sie nicht ausspioniert werden wollen, werden von Facebook nicht gerade geschützt. Wenn es nach den Betreibern der Plattform geht, soll jeder User seinen Namen, Bild, Geschlecht und diverse private Informationen angeben.

So ist es mit einer speziellen Software mittlerweile möglich, einen Menschen auf der Straße zu fotografieren und diesen im Netz suchen zu lassen. Zudem kann man die sexuelle Orientierung anhand der öffentlich gemachten Daten zu erschließen. Und auch Kriminelle können ihre Opfer ausspionieren und sich Zugang zu deren Daten verschaffen. Hier passiert gerade etwas, was niemand versucht zu verhindern und wer sich an das Statement der ehemaligen Facebook-Managerin Randi Zuckerberg erinnert, die die Anonymität im Internet abschaffen wollte, weiß, dass das erst der Anfang ist.

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