Chaos an der Wall Street

Chaostag an der New Yorker Börse. Aufgrund einer Computerstörung wurde für wenige Momente der Handel sogar ausgesetzt. Grund hierfür: Innerhalb einer dreiviertel Stunde wurde mit so vielen Aktien gehandelt, dass sich das System aus einer Überforderung heraus selbst aufhängte. Nun muss die Börse tatsächlich 148 Werte nachträglich überprüfen. Das Dramatische war, dass die Knight-Aktien für einige Minuten um 20 Prozent fielen.

Die Mitarbeiter waren vollkommen unter Druck den gesamten Verlauf zu überblicken, obwohl sogar das System aufgegeben hatte. Laut vieler Aussagen, ging es am Mittwoch an der Börse drunter und drüber. Die Händler vermuteten zuerst, dass es etwas mit dem computergestützten System des Finanzdienstleisters Knight zu tun haben könnte. Sie sollten recht behalten.
Den Händlern blieb nichts anderes mehr übrig, als die Aktien von Corelogic, China Cord Blood, Kronos Worldwide, Trinity Industries und Molycorp für einige Zeit auszusetzen.

Alleine bei Molycorp gab es eine Bewegung von 5,7 Millionen Aktien innerhalb einer dreiviertel Stunde. Ein normaler Tagesumsatz beläuft sich eigentlich auf 2,65 Millionen. Trotz der Aussetzung der besagten Aktien glauben viele Händler, dass viel mehr Unternehmen und Aktien von dem Problem betroffen sein könnten. Wegen der Vielzahl an Bewegungen war in der Zeit der normale Umsatz vollkommen gestört.

Im Großen und Ganzen hatte die Situation jedoch keine Auswirkungen auf den Verlauf des gesamten Tages. Während der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent im Plus lag, gab der Nasdaq 0,1 Prozent nach. Doch an sich ist das nicht wirklich besorgniserregend.
Trotzdem hatte die Situation viele Börsianer stutzig gemacht. Die Frage ist, was passiert in solchen Fällen tatsächlich? Und wie reagiert man am besten auf die Fehler von Computerprogrammen? Mit dieser Frage wird man sich in Zukunft noch beschäftigen müssen.

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