Apple und Google unter Druck

Während die Zahl der Apps für Smartphones und Tablets immer weiter zunimmt, geraten viele der marktführenden Unternehmen, die derartige Apps anbieten, in Kritik, sich zu wenig um den Datenschutz ihrer Kunden zu bemühen. So hat das kalifornische Justizministerium nun eine Auflage entwickelt, nach der die Anbieter selber darauf achten müssen, dass die Hersteller der von ihnen angebotenen Apps dafür Sorge tragen, dass eine Sicherung der Daten stattfindet.

Vor allem Apple und Google sind davon betroffen, da sie die größten Unternehmen für Apps sind. Im Apple-Store lassen sich über 600.000 Anwendungen für Applegeräte finden, bei Googles Androidplattform sind es immerhin noch 400.000.

Ziel ist es, dass der Nutzer bereits zu Beginn des Downloadprozesses darauf hingewiesen wird, dass etwaige Daten gesammelt und verarbeitet werden können. Auch zu welchem Zweck die Daten gespeichert werden, soll im Zuge dieser Reform erkennbar sein. So kann der Nutzer selbst entscheiden, ob er bereit ist, dem Anbieter seine Daten zur Verfügung zu stellen. Ein Verstoß gegen diese Vorlage berechtigt dann die kalifornische Justiz, Schritte gegen den Anbieter einzuleiten und Sanktionen zu verhängen.

Auslöser für ein solches Gesetz war nicht zuletzt der schockierende Umgang mit Datenschutzeinstellungen der Mehrzahl der Apps. Nur rund fünf Prozent aller Anwendungen hatte überhaupt eine solche Funktion integriert. Ein herber Verstoß gegen jede Datenschutzrichtlinie.

Ein Paradebeispiel für eine App, die sensible Daten speichert und ohne Wissen des Nutzers verwendet, liefert da eine Anwendung des Herstellers Path. Hierbei wurden ganze Adressbücher vom Hersteller gespeichert; inklusive aller persönlichen Informationen wie Nummern, Adresse, Email und sogar Bilder. Apple hat sofort reagiert. Daher ist der Zugriff mittlerweile eingeschränkt worden. Kontaktlisten können jetzt nur noch mit Zustimmung des Verbrauchers abgerufen werden.

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