Angriff auf die iranische Ölindustrie

Auf die iranische Ölindustrie wurde in den letzten Tagen ein Hackerangriff verübt, das berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Laut Angaben des Ölministeriums wurde der Öl-Terminal auf der Insel Charg, gelegen im persischen Golf, bereits nach kurzer Dauer wieder in den normalen Betrieb überführt.

Ein Sprecher der Nachrichtenagentur Fars erklärte, dass verschiedene Computer des Ölministerium von Hackern mit einem Virus infiziert worden waren. Ziel waren aller Wahrscheinlichkeit nach die Hauptdaten und die Geschäftsdaten der staatlichen Ölgesellschaften. Die Daten blieben aber unbeschädigt, da diese vom Internet abgekoppelt auf einem separaten Netzwerk liegen. Jedoch wurden durch das Virus einige andere, weniger wichtigen Daten gelöscht. Laut Auskünften der Nachrichtenagentur Isna handelt es sich um ein Virus namens Viper.

Auch wenn das Ministerium nun bestätigte, dass es sich wohl allem Anschein nach nicht um einen Hackerangriff aus dem Ausland handelte, so wäre es dennoch nicht das erste Mal. Der Iran wirft den USA und Israel vor, 2000 einen Hackerangriff mit Hilfe des Computervirus Stuxnet auf den Iran verübt zu haben. Dieser hatte das Ziel das iranische Atomprogramm zu manipulieren und führte dazu, dass die Produktion zwischenzeitlich um 15 Prozent sank.

Seit diesem Vorfall klagt der Iran immer wieder über Cyberangriffe. Mittlerweile hat sich Ayatollah Ali Chamenei selbst eingemischt und den “Hohen Rat für den Cyberspace” gegründet. So liegt nun die Internetpolitik des Landes bei ihm. Die Revolutionsgarden, die sich ebenfalls im Rat befinden, haben den Auftrag verschiedene Möglichkeiten zu entwickeln gegen die Cyberangriffe. Jedoch sind sie darüber hinaus damit betraut, Strategien zu entwerfen, um selbst Cybersabotage betreiben zu können.
Die westliche Staatengemeinschaft wirft dem Iran vor heimlich an Atomwaffen zu bauen. Dieser lehnt den Vorwurf allerdings kategorisch ab.

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