Achtung: Fake-Installer bei Smartphones

Es kommt, wie es kommen musste. Seit Jahren stehen vor allem Computer und ihre Betriebssysteme im Fokus von Viren-Befall, Trojaner-Verseuchung und Malware-Attacken. Mit neuesten Firewalls und upgedateten Anti-Virus-Programmen versuchen sich User vor derartigen Schädlingen zu schützen. In den letzten Jahren kamen Anti-Malware- und Anti-Spionage-Software hinzu und bieten mittlerweile einen fast hundertprozentigen Computer-Schutz.

Dadurch kommen nunmehr andere Mobel-Geräte in den Mittelpunkt der Kriminellen. In einer aktuellen Studie wurde bekannt, dass zunehmend Smartphones und Tablets ins Visier von Schadsoftware geraten sind. Insbesondere Googles Betriebssystem Android ist von den schädlichen Programmen stark betroffen. Laut der Studie hat sich dort eine Steigerung von 3 Prozent entwickelt, die durchaus besorgniserregend ist und verdeutlicht dringend Nachholebedarf in Sachen “mobiler Malware-Schutz”. Hinter einer Vielzahl der Schadprogrammen steckt der Malware-Typ “Fake-Installer”, der dafür sorgen soll, dass User unbewusst für gehackte Versionen beliebter Applikationen bezahlen, obwohl sie kostenlos angeboten werden. Aber auch die Anwendungen von Spyware und SMS-Trojaner sind erheblich gestiegen.

Ein ausreichender Schutz vor solchen Schadprogrammen ist bei Android noch nicht in Sicht. Anders sieht es da schon bei Appels Betriebssystem iOS aus, das gerade im Bereich der gehackten Apps kaum Probleme aufweist. Das Betriebssystem profitiert dabei von dem abgeschlossenen Apple-Kosmos. Apple sorgt schon seit Jahren dafür, dass ihre angebotenen Applikationen zunächst umfassend geprüft werden, bevor sie den Nutzern zum Download angeboten werden.

Von derartigen Schutzmechanismen kann Google derzeit nur träumen. Zumal die Entwicklung von Download-Apps mit ein wenig Fachwissen einfach ist und im Android-System weitgehend anonym verbreitet werden kann. Obwohl die Zahl von etwa 28.000 Malware-Programmen für Smartphones im Vergleich zu denen des PCs relativ gering ist, sind die Gefahren nicht geringer, da nunmehr auch Dinge wie Online-Banking auf mobilem Wege erledigt werden.

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