350.000 Daten: Hacker verschafft sich Eintritt zu Porno-Portal

Ein neuer Fall eines Hackerangriffs sorgte vor Kurzem für Aufsehen, zumindest bei den Betroffenen. Ein bislang unbekannter Hacker soll sich dabei Zugriff auf rund 350.000 Datensätze einer Pornoseite verschafft haben und nun im Besitz der Nutzerdaten der Pornowebsite “Brazzers” sein. Brazzers gehört dem Betreiberunternehmen Manwin mit Seitz in Luxemburg. Zu dem Unternehmen gehören auch die bekanntere Plattform Youporn. Manwin hat in den vergangenen Jahren großen Erfolg und betreibt immer mehr Web-2.0-Pornoseiten wie Pornhub, Xtube und Extremtube sowie neben Brazzers weitere Onlinepornoangebote wie Wicked Pictures, Digital Playground und Mofos. Seit Ende 2011 beteiligt sich Manwin als Partner in der Playboy-Sparte Playboy Plus Entertainment.

Den Hackerangriff bezeichnete eine Unternehmenssprecherin als illegale und verbotene cyberkriminelle Aktivitäten und bestätigte, dass der Fall untersucht werde. Gleichzeitig wurden die Betroffenen beruhigt und man versicherte, dass keine Kreditkartendaten vom Datenklau betroffen sind. Zudem werden die Opfer entschädigt und bekommen in diesem Zuge freie Zugänge zu den Seiten Brazzers.com und Mofos.com.

Bei der Nachrichtenagentur AP meldete sich ein Hacker, der sich zu dem Angriff bekannte. Er soll 17 Jahre jung sein, in Marokko leben und wollte weder jemanden schaden, noch hatte er finanzielle Motive. Er wollte lediglich auf das lückenhafte Sicherheitssystem der Website aufmerksam machen. Für ein weni Brisanz sorgte die Aussage, dass er sich mit der Hackerbewegung Anonymus verbunden fühlt, die für zahlreiche Hackerattacken auf Firmen wie Mastercard und Behörden wie dem US-Geheimdienst CIA verantworlich gemacht werden. Ob der Porno-Hacker tatsächlich zum Anonymus-Kollektiv gehört, ist weiterhin unklar. Anonymus ist dafür bekannt, dass es keine festen Strukturen gibt und die Hacker nur lose organisiert sind.

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